Deutschland: Großbrand in der Wäscherei hinterlässt Millionenschaden
Lauterbach (Deutschland): Ein Großbrand zerstörte in der Nacht zum Donnerstag, 3.2.2011, die große Produktionshalle der Wäscherei Jöckel in Lauterbach am Ortsausgang Richtung Willofs. Der Schaden beläuft sich nach Angaben des Firmeninhabers Stefan Decher auf mehrere Millionen Euro.
Um genau 23.15 Uhr war über die automatische Brandmeldeanlage im Betrieb Feueralarm über die Leitstelle Vogelsberg ausgelöst worden. Sieben Minuten später waren neun Feuerwehrleute vor Ort, die sogleich erkannten, dass sofort Unterstützung angefordert werden musste, da die Halle bereits lichterloh brannte. Kilometerweit war der Feuerschein am Nachthimmel zu sehen.
Innerhalb kurzer Zeit waren die Löschzüge Ost, West, Süd, Nord und Mitte an der Brandstelle sowie ein Rettungsteam des Deutschen Roten Kreuzes. Wie der Einsatzleiter, der Lauterbacher Stadtbrandinspektor Hans-Jürgen Schütz, im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, seien 120 Einsatzkräfte mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Fahrzeugen, inklusive der Hubrettungsbühne vor Ort gewesen. Schwerpunkt war zunächst eine so genannte Riegelstellung zum direkt angrenzenden Möbelhaus Liebeck aufzubauen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Da vor Ort nicht genügend Löschwasser zur Verfügung stand, hatten die Feuerwehrleute mittels Langer-Weg-Strecken Schlauchleitungen zu Hydranten legen müssen. Unterstützt wurden sie bei der Auswahl in Frage kommender Hydranten von Wasserwerkern der Lauterbacher Stadtwerke.
Wegen der großen Waschmaschinen und Wäschecontainer war die Halle bei den Löscharbeiten nur schwer zugänglich, sagte der Stadtbrandinspektor. Vom Inneren der Halle habe sich das Feuer zum Dach ausgebreitet. Verletzt worden sei bei dem Brand niemand. Laut Schütz hatte der letzte Schichtarbeiter die Halle gegen 22.30 Uhr verlassen.
Gegen 2.30 Uhr hatte die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle, das jedoch laut Stadtbrandinspektor weiter schwelte. Gegen fünf Uhr morgens konnte das Gros der Einsatzkräfte abziehen, eine sechsköpfige Brandwache blieb vor Ort, die die immer wieder auflodernden Brandnester unter Kontrolle hielt.
Großeinsatz bedeutete das Feuer auch für die Lauterbacher Polizei. Laut Pressesprecher Wolfgang Keller waren in der Nacht vier Streifen vor Ort, um zum einen die Brandstelle abzusperren und zum anderen die Landesstraße 3140 komplett zu sperren, damit die Feuerwehr ungehindert für die Wasserzufuhr sorgen konnte, was durch das einsetzende Glatteis zusätzlich erschwert wurde. Gegen 3 Uhr gab die Polizei die Straße für den Verkehr wieder frei. Der Verkehr war während der Sperrung über Wernges umgeleitet worden.
