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Ktn: LFV Kärnten -> Neues Brandhaus mit neuem Übungsgelände

Kärnten: Bei der Landesfeuerwehrschule in Klagenfurt können Feuerwehrleute unter realistischen Bedingungen schwierige Einsätze samt Atemschutz üben. Möglich macht es das neue Übungsgelände um 2,5 Millionen Euro.

Der Brand beim Rutar in Eberndorf hat einmal mehr gezeigt, wie bedeutend die Atemschutzträger der Feuerwehr sind. Ohne die Atemschutzgeräte wäre ein Einsatz unmöglich gewesen.

Trainieren für den Ernstfall: Bei der Landesfeuerwehrschule können die 3.500 Atemschutzträger den Ernstfall Wirklichkeitsnah proben. Im Übungszentrum kann bei bis zu 500 Grad Hitze und echtem Feuer trainiert werden. Die Übungsannahme diesmal: Ein brennendes Fahrzeug in einer Garage.

Zwischen 80 und 500 Grad: Der erste Schritt der Übung ist das langsame Gewöhnen der jungen Feuerwehrleute an die Hitze. 50 Zentimeter über dem Boden hat es an die 80 Grad, doch die Temperatur steigt rapide an. In einem Meter Höhe herrschen schon mehr als 200, und an der Decke hat es um die 500 Grad.

Ohne Schutzhandschuhe die Hitze fühlen: Die Feuerwehrmänner ziehen auf Anweisung die Handschuhe aus. Ohne die schwere Schutzbekleidung fühlt sich die Hitze für die Feuerwehrleute ganz anders an. Erfahrungen werden gesammelt. Jürgen Kilzer, FF Ebenthal:“ Es ist ganz anders, du kannst hier relativ gefahrlos üben. Du hast keine Stresssituation im Hintergrund wie beim Einsatz.“

Computergesteuertes Feuer: In der Warte wird das künstlichen Inferno überwacht. 18 Brandstellen werden per Computer gesteuert und gesichert. Josef Meschik, Landesfeuerwehrkommandant: „Wir werden das Brandhaus stufenweise hochfahren, auch im Temperaturbereich. Die Leute müssen sich daran gewöhnen, sich damit abfinden, dass sie wirklich im heißen Bereich tätig sind.“

Zuviel Wasser macht kochend heißen Dampf: Der nächste Schritt ist das Löschen. Wer zu viel Wasser verwendet, produziert Dampf und der ist noch heißer, als das Feuer.

Gasbefeuerte Anlage: Klaus Tschabuschnig, Ausbildungsoffizier: „Hier wird ein Bettbrand simuliert. Im oberen Bereich, das ist ein Herzstück unseres gasbefeuerten Brandhauses, die Flash over-Anlage, die es uns ermöglicht, mit den Atemschutztrupps Notfallsituationen zu trainieren.“

Ausbildung für 500 Feuerwehrleute: Jedes Jahr sollen hier an die 500 Kärntner Feuerwehrleute ausgebildet und geschult werden. Hier können sie unter sicheren Bedingungen im wahrsten Sinn des Wortes „durchs Feuer gehen“.

ORF Kärnten

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