Oö: Brandübung mit technischen Einlagen bei der FF Vorderstoder
Vorderstoder (Oö): „Starke Rauchentwicklung in Werkstättengebäude, eine Person vermisst“ – so lautete der Alarmierungstext der Monatsübung am 23. April 2009 für die FF Vorderstoder.
Annahme der Übung war: Ein Traktor fing aus unbekannter Ursache im Motorraum Feuer. Aufgrund der Starken Rauchentwicklung wurde ein Arbeiter, der an einem zweiten Traktor arbeitete, bewusstlos. Dieser Arbeiter wurde in weiterer Folge noch von einem Traktorgewicht (~600kg) in der Montagegrube eingeklemmt.

In der Erstphase wurde vom EL HBM Antensteiner Werner die Brandbekämpfung unter Atemschutz sowie die Errichtung einer Zubringerleitung von einem nahe gelegenen Bassin(30m³) befohlen. Ein Atemschutztrupp führte die Brandbekämpfung mittels HD-Rohr durch und das Gebäude wurde überdruck belüftet.
Als das Gebäude rauchfrei war, konnte ein Notarzt (gespielt durch einen FW-Mann) zum Verletzten vordringen. Der Verletzte musste nun so schnell als möglich gerettet werden. Die anfänglichen Versuche, dies mit Hebekissen zu bewältigen, schlugen fehl. Somit entschied man sich, dies mit dem hydraulischen Rettungsgerät durchzuführen. Hier kam der Kettensatz zum Einsatz. Der Spreize wurde komplett geöffnet und beidseitig angeschlagen.

Durch das Schließen des Spreizers wurde der Verletzte von der drückenden Last befreit und konnte somit gerettet werden. Die Rettung gestaltete sich auf Grund der engen Platzverhältnisse in der Montagegrube etwas schwierig.
Bei dieser Übung war es wichtig, dass alle Teilnehmer permanent beschäftigt waren und die Übung in zwei grobe Abschnitte (Brandbekämpfung – Personenrettung) unterteilt wurde.
Bei der Übungsnachbesprechung wurde allen Teilnehmern bewusst, dass das hydraulische Rettungsgerät auch in solchen Situationen zum Einsatz kommen kann.

An der Übung nahmen 16 Mann/Frau mit KDO, TLF-A 2000, KLF-A teil. Einsatzleiter: HBM Antensteiner Werner, Übungsleiter: AW Buchbauer Michael.
