80.000 Sandsäcke ins Hochwasser geplagte Bulgarien gebracht
Österreich / Bulgarien: Hochwasserkatastrophe in Bulgarien – Oö. Landes-Feuerwehrverband transportierte 80.000 Sandsäcke im Zuge eines Hilfstransportes zum Zivilschutzverband in Sofia.
Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres lief vom 19. bis 22. April 2006 eine Bulgarien-Hilfsaktion der Republik Österreich. Es war dies bereits der sechste Auslandseinsatz der Katastrophenhelfer österreichischer Feuerwehren binnen zwölf Monaten! Im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs ist den von Hochwasser schwer betroffenen Staaten bilaterale Hilfe angeboten worden. Bulgarien hat dieses Hilfsangebot angenommen und um Lieferung von 150.000 Sandsäcken ersucht. „Wer schnell hilft, hilft doppelt“, betont der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Ing. Manfred Seidl. „Deshalb unterstützt die Feuerwehr diese Hilfsaktion der Republik Österreich und sorgt für den Transport.“

Zwischenstopp im ungar. Szeged – Höchststand der Theiss, die Stadt bereitet sich auf Hochwasser vor!
Als Soforthilfe setzte sich am 19. April 2006 ein Transport des Landes-Feuerwehrverbandes Oberösterreich, der diese Aufgabe übernommen hat, in Marsch. Ein Feuerwehr-Lkw und ein Begleitfahrzeug brachten 80.000 Kunststoff- und Jute-Sandsäcke in das vom Hochwasser schwer betroffene Bulgarien. Vier Feuerwehrmänner führten diesen Transport durch. Ziel war die bulgarische Stadt Sofia, wo sie dem Zivilschutzverband übergeben wurden und in weiterer Folge von örtlichen Verbänden zum eigentlichen Einaatzort gebracht werden. Weitere 70.000 Sandsäcke werden von der Republik Österreich mit einer Spedition nachgeliefert. Das Bundesministerium für Inneres kommt für den Sachaufwand des Feuerwehr-Hilfstransports auf, der sich auf die reinen Betriebsmittel (Treibstoff etc.) beschränkt.

Insgesamt wurde eine Fahrtstrecke von rund 2.500 km bewältigt.
Bereits in Juni und August des Vorjahres sind bei ähnlichen Aktionen von der Feuerwehr mehr als 100.000 Sandsäcke nach Bulgarien transportiert worden. Zum zweiten Mal binnen zehn Monaten ist dieses Land von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht worden. Der Hilfstransport ist am späten Samstagnachmittag, 22. April 2006, wieder nach Linz zurückkehrt. Die Fahrtstrecke führte über Ungarn und Serbien. Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber: „Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, diesem Hilfeansuchen neuerlich nachzukommen und effektiv zu helfen.“

Übergabe bzw. Abladen der 80.000 mitgebrachten Sandsäcke.

Einsatz bei Fahrzeugbrand in Ungarn!
Gerade rechtzeitig kam um 17:40 Uhr des 19. April 2006 der Hilfstransport des Oberösterreichischen Landes-Feuerwehrverbandes bei einem in Brand geratenen Pkw vorbei. Rund 120 km nördlich von Szeged auf der Autobahn M5 stand ein am Pannenstreifen abgestellter brennender Kleinwagen.
Mangels nicht vorhandener Feuerlöscher musste der Pkw-Lenker tatenlos mit ansehen, wie sich die Flammen langsam im Motorraum ausbreiteten. Die Mannschaft des Hilfskonvois stoppte unverzüglich die Fahrt und konnte die bereits 40cm hoch aus dem Motorraum schlagenden Flammen mittels mehrerer Pulverlöscher eindämmen. Nach dem Eintreffen der örtlichen Feuerwehrkräfte konnte die Fahrt Richtung serbischer Grenze fortgesetzt werden.
