17.000 Feuerwehrleute in Westösterreich im Einsatz / Unterstützung alarmbereit
Katastrophenbewältigung ohne Freiwillige Feuerwehren undenkbar
Feuerwehren in Ober- und Niederösterreich für Katastropheneinsatz im Westen in Alarmbereitschaft
Bei der Hochwasser- und Unwetterkatastrophe in Vorarlberg und Tirol stehen derzeit 17.000 Freiwillige Feuerwehrleute sowie die Berufsfeuerwehr Innsbruck im Einsatz.
„Keine andere Einsatzorganisation als die Freiwillige Feuerwehr ist in Österreich ist in der Lage, binnen Minuten eine derartige Armee qualifizierter Helfer zu mobilisieren und wirkungsvoll einzusetzen“, betont der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV), Ing. Manfred Seidl. Tirol und Vorarlberg hat er die Unterstützung des Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienstes aus nicht vom Hochwasser betroffenen Bundesländern angeboten.
13.400 Feuerwehrleute kämpfen in Tirol gegen die alles verheerenden Wassermassen, die schlimmere Auswirkungen als beim Katastrophenhochwasser 1999 angenommen haben. In Vorarlberg sind es 3.300 freiwillige Feuerwehrleute. Das bedeutet, dass in den beiden Bundesländern 60% aller aktive Feuerwehrmitglieder im Einsatz stehen. Im besonders in Mitleidenschaft gezogenen Tiroler Bezirk Reutte sind sämtliche 3000 Freiwilligen Feuerwehrleute mobilisiert.
In Vorarlberg sind 90 % aller Feuerwehren des Landes zu Katastropheneinsätzen ausgerückt.
Im Salzburger Oberpinzgau sind derzeit rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz, eine Verschärfung der Situation und ein massiverer Personeinsatz sind zu befürchten.
Sandsäcke und Pumpen
In den Vormittagsstunden des heutigen Tages sind vom Landesfeuerwehrverband Oberösterreich 20.000 Sandsäcke und vom Landesfeuerwehrverband Salzburg zwölf Tragkraftspritzen nach Tirol transportiert worden.
Helfer nach Westösterreich abmarschbereit
Über Koordination des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes sind die Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienste von Ober- und Niederösterreich in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden, um bei Anforderung in Westösterreich mit massiven Kräften zu helfen.
Die Feuerwehren der Bundesländer Burgenland, Kärnten, Wien und Steiermark stehen zusätzlich als taktische Einsatzreserve zur Verfügung.
Feuerwehren unverzichtbar
„Diese verheerenden Katastrophenereignisse haben erneut gezeigt, wie wichtig und unverzichtbar unser engmaschiges Netz an Feuerwehrstützpunkten in Österreich ist“, findet ÖBFV-Präsident Ing. Seidl das flächendeckende österreichische Feuerwehrsystem einmal mehr bestätigt. „Nur die in den von den Flutwellen betroffenen Ortschaften sofort eingesetzten und bestens geschulten ehrenamtlichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehren und deren technische Ausstattung verhinderten noch schlimmere Auswirkungen – vor allem in Hinblick auf Personenschäden!“
Die österreichischen Feuerwehren profilieren sich gerade bei diesen Großschadensereignissen als die Katastrophenschutzorganisation in Österreich schlechthin. „Mit den Feuerwehren steht und fällt der gesamte Hochwasser-Katastropheneinsatz“, so ÖBFV-Präsident Ing. Manfred Seidl abschließend.
