Medien / Fotografen

Bauarbeiter verschüttet – ein Mann getötet

Adlwang (Oö): Unfalldrama auf einer Baustelle in Adlwang: Zwei Bauarbeiter wurden in einer drei Meter tiefen Künette verschüttet. Ein 30-jähriger Inzersdorfer überlebte, ein 53-jähriger Bosnier starb unter den Erdmassen.

Einen Wettlauf mit der Zeit lieferten sich am 5. November 2003 die Rettungskräfte bei einem Arbeitsunfall neben der Firma Terschl an der Gemeindegrenze von Bad Hall und Adlwang (Bezirk Steyr-Land).

Ein drei Meter tiefer und eineinhalb Meter breiter Graben, in den Kanalrohre hätten verlegt werden sollen, brach genau in jenem Moment zusammen, als zwei Bauarbeiter in dem Erdloch Vermessungsarbeiten durchführen wollten. Die beiden Männer – der 30-jährige Gerhard P. aus Inzersdorf und der 53-jährige Rasim A. aus Micheldorf – wurden von den einbrechenden Erdmassen zur Gänze verschüttet. Ihre Köpfe befanden sich rund einen halben Meter tief unter der Erde.
Die Rettungskräfte, die um ca. 11.15 Uhr alarmiert wurden, mussten sich mit Schaufeln und bloßen Händen zu den Verschütteten voran graben. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Bad Hall und Adlwang.
Gegen 12 Uhr konnten die Helfer zuerst Rasim A. ausgraben. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, die Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Er dürfte in dem schweren, feuchten und lehmigen Boden schon nach kurzer Zeit erstickt sein.
Beim zweiten Opfer konnten die Helfer den Wettlauf mit dem Tod gewinnen und den Kopf des Opfers noch rechtzeitig freilegen. Der Mann war bei vollem Bewusstsein und sprach während der Bergung mit den Feuerwehrleuten. „Wir haben ihm Sauerstoff gegeben, damit er besser Luft bekommt. Er hatte eigentlich keine Schmerzen und spürte einzig die Kälte des Bodens“, schilderte ein Feuerwehrmann gegenüber den OÖ. Nachrichten.

Da der Verschüttete die Beine stark angewinkelt hatte, gestaltete sich die vollständige Bergung langwierig. Insgesamt musste Gerhard P. knapp eineinhalb Stunden teilweise unter der Erde ausharren. Erst gegen 13 Uhr war er endlich zur Gänze freigeschaufelt.
Laut Auskunft der Gendarmerie Bad Hall kam Gerhard P. wie durch ein Wunder mit relativ leichten Blessuren davon. Ein Notarztteam brachte ihn in stabilem Zustand ins Landeskrankenhaus Steyr, wo er gründlich untersucht wurde.
Wie es zu dem Unglück gekommen war, wird von der Gendarmerie noch ermittelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert