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Stmk: Zwei Tote bei Schwefelwasserstoffaustritt in Wollsdorf

Wollsdorf (Stmk): Bei einem Chemieunglück Montagfrüh, 2. Oktober 2006, in der Lederfabrik Wollsdorf im Bezirk Weiz sind zwei Menschen ums Leben gekommen; zwei Personen schweben in Lebensgefahr. In der Lederfabrik trat giftiges Gas aus. Die BH warnt die Bevölkerung.

Laut Rotem Kreuz trat gegen 7.45 Uhr in einer Halle der Lederfabrik Wollsdorf in St. Ruprecht an der Raab Schwefelwasserstoff aus – vermutlich aus einem Leck. Die Einsatzkräfte sprechen von einem „Katastrophenfall“. Explosionsartig soll das giftige Gas ausgeströmt sein. „Von der Feuerwehr wurden sieben Personen, die bereits ohnmächtig waren, aus einer Halle geborgen. Für zwei Arbeiter kam jede Hilfe zu spät, zwei weitere schweben in Lebensgefahr. Drei Personen wurden schwer verletzt. Die Verletzten wurden ins LKH Graz, ins LKH West und ins LKH Weiz gebracht“, sagte Rettungskommandant Karl Simon. Weitere leicht Verletzte wurden mit Sauerstoff behandelt.

Drei Rettungshubschrauber, mehrere Notarztwagen und zehn Rettungsautos sowie Feuerwehrteams sind im Einsatz. Die Feuerwehr musste mit schwerem Atemschutz und Ganzkörper-Schutzanzügen vorgehen. Über die Unfallursache ist derzeit noch nichts bekannt. Ein Krisenstab wurde eingesetzt. Die BH Weiz fordert die Bevölkerung auf, im Haus zu bleiben, sobald der Geruch von Schwefelwasserstoff wahrgenommen wird!
Die Bezirkshauptmannschaft Weiz warnte die Einwohner der Umgebung: „Wenn es nach Schwefelwasserstoff, also nach faulen Eiern, riechen sollte, gehen Sie nicht ins Freie, sondern schließen Sie die Fenster und begeben Sie sich möglichst in höher gelegene Räume“, hieß es. Eine akute Gefahr besteht laut BH zwar nicht, aber als Vorsichtsmaßnahme wurde diese Durchsage veranlasst. Der Schwefelwasserstoff ist bisher auch in Gleisdorf wahrnehmbar gewesen, auch St. Margarethen an der Raab könnte betroffen sein.

ORF Steiermark

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