Stmk: Und schon wieder: Hydr. Rettungsgerät von Feuerwehr gestohlen
Hallersdorf (Stmk): Erst im Burgenland, dann in Vorarlberg und nun auch in der Steiermark: Weststeirische Feuerwehr wurde Opfer von Einbrechern. Die Täter drangen ins Rüsthaus ein und stahlen aus Fahrzeug drei lebensrettende Werkzeuge im Wert von 25.000 Euro.
„Jetzt bin ich schon 40 Jahre bei der Feuerwehr. Aber so etwas ist mir wirklich noch nie untergekommen.“ – Johann Tizaj, Kommandant der Feuerwehr Hallersdorf (Bezirk Voitsberg), ist fassungslos über den dreisten Einbruch, den er bei einer routinemäßigen Kontrollrunde am Freitag, 28. März 2014, feststellen musste.
Unbekannte Täter waren irgendwann zwischen Donnerstag und Freitag, 28. März 2014, in das Rüsthaus der Kleinfeuerwehr mitten im Ortszentrum eingedrungen. Wie sie das trotz elektronischer Garagentorsicherung geschafft haben, ist Tizaj ein Rätsel. Einbruchsspuren gibt es keine. Dann machten sich die Täter am Tanklöschfahrzeug zu schaffen und stahlen daraus gezielt drei hochwertige Rettungsgeräte. Es handelt sich dabei um einen Spreizer und eine Schere, die vor allem bei der Befreiung von eingeklemmten Fahrzeuginsassen gebraucht werden, sowie einen Rettungszylinder, der zum Stützen bei Einsturzgefahr zum Einsatz kommt. Das Besondere an den erst vor drei Jahren angeschafften Werkzeugen: „Sie werden mit Akku betrieben und sind jeweils von einem Mann bedienbar. Davon gibt es in Österreich maximal sieben“, erklärt der Feuerwehrhauptmann. Auch die zugehörige Ladestation wurde aus dem Fahrzeug herausgerissen.
Mindestens 25.000 Euro beträgt laut Tizaj der Schaden, der – so hofft er – von der Versicherung gedeckt ist. Die registrierten Rettungsgeräte seien in Österreich praktisch unverkäuflich, keine Feuerwehr würde so etwas aus zweiter Hand kaufen. Der Kommandant vermutet, dass sich hier Profi-Einbrecher mit einem effektiven und leistungsstarken Werkzeug ausgestattet haben. Doch wie wussten sie davon? „Die haben das irgendwie abgecheckt. So etwas sieht man bei Übungen oder bei Einsätzen.“ Er will jetzt andere Feuerwehren warnen und hofft, dass dieser Diebstahl ein Einzelfall bleibt.
