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Oö: Immer mehr aggressive Schaulustige

Oberösterreich: Immer öfter beklagen Einsatzkräfte, dass sie bei ihren Einsätzen von Schaulustigen, aber auch Angehörigen der Opfer behindert werden. Es sei sogar schon vorgekommen, dass die Helfer bespuckt wurden. Die Aggressionsgrenze sinke jedenfalls, heißt es.

Ein brennendes Haus, ein Zusammenstoß mehrerer Autos oder auch ein Unfall in den eigenen vier Wänden: Viele Opfer, aber auch deren Angehörige können mit derartigen Situationen nicht umgehen und lassen ihren Unmut unter anderen an den Rettern aus.

Einsatzkräfte bespuckt
In den Städten sei es häufiger der Fall als in den Landgemeinden. So beklagen Einsatzkräfte vom Roten Kreuz immer öfter, dass sie beschimpft würden. Auch Bespucken sei schon vorgekommen, so Stefan Neubauer vom Roten Kreuz. Immer wieder würden Angehörige oder Schaulustige den Sanitätern Tipps geben, was diese zu tun hätten bzw. wie sie noch schneller helfen könnten. In den Sommermonaten oder auch bei Großveranstaltungen, wo Alkohol ein Thema sei, würden viele Helfer sogar zwischen die Fronten geraten, heißt es: Etwa, wenn sie den Verletzten der einen Seite helfen, und sich die jeweils andere Seite darüber beschwere. Auch, dass die Retter während eines Einsatzes die eine oder andere Einfahrt verstelle, würde vielen sauer aufstoßen.

Rotes Kreuz analysiert Ursachen
Ganz eindeutig sei die Aggressions-Grenze in den letzten Jahren gesunken, warum, ist aber unklar. Die Ursachen sollen jetzt beim Roten Kreuz genau analysiert werden. Beim Samariterbund heißt es wiederum, es gehöre beinahe schon zum Alltag, dass die Helfer bei ihrem Einsatz mit dem Handy gefilmt werden. Rotes Kreuz, aber auch Feuerwehren und Samariterbund schulen inzwischen ihre Mitarbeiter, wie sie Aggressionen vermeiden und Situationen de-eskalieren können.

http://www.orf.at

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