Oö: Unfall mit gefährlichem Stoff – Schutzstufe 3 beübt
Hagenberg (Oö): Am 19. Oktober 2013 fand die diesjährige Herbstübung der Freiwilligen Feuerwehr Hagenberg statt. Übungsannahme war diesmal eine verunfallte Person nach dem Austritt eins gefährlichen Stoffes. Unter der Beobachtung von Kommandant HBI Konrad Remplbauer stellten sich 35 Kameraden dieser Herausforderung.
Die erste Lageerkundung bei der Softwarepark-Arena in Hagenberg nahm Einsatzleiter OBI Gregor Mühlbachler aufgrund des noch nicht identifizierten austretenden Stoffes unter schwerem Atemschutz vor. Nachdem klar wurde, dass es sich um einen stark ätzenden und reizenden Stoff handelt, gab er den Befehl zur Personenrettung mit Schutzanzügen der Schutzstufe 3 (=Vollschutzanzug). Während sich ein Trupp mit dieser Einsatzbekleidung ausrüstete, begann die restliche Mannschaft mit dem Aufbau der Dekontaminationszone. Da auch das GSF der FF Kefermarkt anwesend war, konnte auf die Ausrüstung und das fachkundige Personal des Stützpunktfahrzeuges zurückgegriffen werden.

Nachdem die Person aus dem Gefahrenbereich gerettet war, begann der Trupp der Vollschutzanzugträger mit dem Umpumpen der mittlerweile als Salzsäure und Natrium identifizierten Flüssigkeit. Gerade als die drei Kameraden den Einsatzauftrag abgeschlossen hatten und Richtung Dekontaminationszone marschierten, brach einer der Männer zusammen. Sofort wurde der bereitstehende Rettungstrupp losgeschickt, der den bewusstlosen Kamerad rettete, dekontaminierte und sofort aus dem Anzug holte. Diese Szenario war natürlich perfekt inszeniert und Teil der Übung. Nach getaner Arbeit begann die abschließende Dekontamination des restlichen Trupps.

Übungsbeobachter Konrad Remplbauer lobte die professionelle und ruhige Vorgehensweise der Kameraden und lud alle Einsatzkräfte zur abschließenden Stärkung mit (passend zum Oktober) Weißwurst, Brezen und Weißbier ins Zeughaus ein.

An der Übung haben teilgenommern:
FF Hagenberg mit KDOF-A, MTF, KLF-A, TLF-A 2000, LFB-A2, ASF und 35 Mann
