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Deutschland: Feuerwehr in Wald verliert die Unterkunft

Wald (Deutschland): In wenigen Monaten muss die Freiwillige Feuerwehr in Wald ihren Standort an der Raffaelstraße räumen. Doch der notwendige Ersatzbau steckt noch in der Planungsphase.

Er wird nach Auskunft der Stadt frühestens 2014 bezugsbereit sein – und zwar auf dem Gelände der Wache III der Berufsfeuerwehr an der Ernst-Barlach-Straße. Derzeit liegen noch mehrere Entwurfsvarianten vor. Fragen zur Statik und zu den Kosten seien bislang ungeklärt, teilte die Verwaltung am Montagabend, 10. Dezember 2012, der Bezirksvertretung Wald mit – und zog sich so den Ärger der Fraktionen zu.

„Das gefällt mir nicht“, kritisierte Bürgermeisterin Rita Pickardt (CDU) das Vorgehen im Rathaus. „Die stehen ja praktisch auf der Straße. “ Das Gelände werde der Freiwilligen Feuerwehr „unterm Hintern weggezogen“, rügte Petra Hinkel (SPD) die Stadt. Finanzielle Gründe mag sie nicht gelten lassen. „Wir geben so viel Geld für Brandschutz aus. Hier geht es jetzt mal um diejenigen, die für Brandschutz sorgen.“ SPD-Kollege Ingo Schloßmacher sprach von stiefmütterlichem Verhalten, für das er überhaupt kein Verständnis habe. Und Iris Michelmann beschwerte sich über die „unsägliche Situation“, die durch Oberbürgermeister Norbert Feith (CDU) und seinen Feuerwehrdezernenten Robert Krumbein (SPD) heraufbeschworen worden sei.

Feuerwehr über die Reihenfolge irritiert
Die Stadtspitze steckt mitten in der Vermarktung des Geländes. Der nördliche Teil ist bereits verkauft. Für den Rest läuft die Suche nach Interessenten. „Wir sind zuversichtlich, dass wir auch dieses Stück vermarktet bekommen“, sagt Ronald Krause-Walter, Leiter des Immobilienmanagements. Ein Teil des Erlöses soll für den Neubau eingesetzt werden. Das ist auch mit der Bezirksregierung abgestimmt.
Die Reihenfolge ist halt das Problem. „Wir hätten auch gedacht, dass es nacheinander geht“, sagt Feuerwehrchef Frank-Michael Fischer. Ihn hat der Ablauf ebenso überrascht wie die 27 Mitglieder der Löscheinheit 7. Diese müssen für den Übergang provisorisch auf dem Gelände der Feuerwache III unterkommen. „Das bringt große Probleme und Einschränkungen“, sagt Fischer. Die Einsatzfähigkeit sei zwar in der Übergangsphase nicht beeinträchtigt. „Aber dauerhaft kann das keine Lösung sein.“ Die verärgerten Ortspolitiker, die sich zu spät informiert fühlen, formulierten einen gemeinsamen Antrag, mit dem sie die Übergangslösung ablehnen und bis Februar einen entscheidungsreifen Vorschlag für den Neubau fordern.

Solinger Tageblatt

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