Sbg: Ursachensuche nach Siloexplosion in Salzburg-Itzling
Salzburg: Nach der Siloexplosion Mittwochvormittag, 10. August 2011, in Salzburg-Itzling ist die Kriminalpolizei jetzt auf der Suche nach der Ursache. Nach Ausschlussprinzip wollen die Ermittler und Sachverständigen jetzt ans Ziel kommen.
Trümmer bis zu 60 Meter weit geschleudert: Bis zu 100 Kilo schwere Trümmer des Silos wurden bei der Explosion in einem Radius von 60 Meter auf Nachbargrundstücke geschleudert. Zuvor hatten dutzende Tonnen Futtermittel in dem Silo schon stunden-, vielleicht tagelang geglost. Anrainer berichten von Brandgeruch bereits am Wochenende. Dienstagfrüh, 9. August 2011, war der Glimmbrand in dem 20 Meter hohen Silo entdeckt werden. Mittwochvormittag gab es dann die Verpuffung mit einer Stichflamme. Sechs Feuerwehrmänner konnten sich erst in letzter Sekunde in Sicherheit bringen. Jetzt sind die Ermittler auf der Suche nach der Ursache, sagt Karl Heinz Wochermayr von der Kriminalpolizei in der Stadt Salzburg. Es würden verschiedenste Möglichkeiten überprüft – „Umwelteinflüsse, menschliches Versagen, Auflagen nicht erfüllt und dergleichen.“
Sonnenblumenkern-Staub explodierte in Silo
Mittwochvormittag sind geschrotete Sonnenblumenkerne im Silo des Lagerhauses in Salzburg-Itzling explodiert. Verletzt wurde niemand. In dem Silo glost seit Dienstag ein Schwelbrand. Die Explosion war befürchtet worden.
Seit Dienstagfrüh wurden aus dem Silo tonnenweise Sonnenblumenschrott geschaufelt. Am Mittwoch kurz vor 11.00 Uhr kam es zu der Verpuffung: „Dann hört man plötzlich sowas wie ein Pfeifen“, schildert Mike Leprich von der Freiwilligen Feuerwehr Gnigl, „Wir haben gemerkt: Jetzt passiert etwas, was nicht normal ist. Bei der Entnahmestelle ist dann eine Stichflamme herausgekommen, es hat den Rest, der noch im Silo drinnen ist, waagrecht herausgeschleudert.“
Die Feuerwehrleute brachten sich in Sicherheit, „weil oben dann auch der Deckel aufgeborsten ist, es sind Teile heruntergefallen“, erzählt Leprich, „Der Kollege von mir ist noch gestolpert. Aber gemeinsam mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr haben wir uns in einem acht bis zehn Meter entfernten Raum in Sicherheit bringen können.“ Durch die Druckwelle gingen in der Anlage Fensterscheiben zu Bruch.
Nach der Explosion wurde die Sicherheit des Silos geprüft, sagt Einsatzleiter Reinhold Ortler. Danach wurde der aufgerissene Silo mit Schaum und Wasser gefüllt. Gegen Abend dürfte jetzt Brand aus gegeben werden, erwartet die Feuerwehr.
