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Oö: Aufregung um Linzer Chemiepark-Feuerwehr

Linz (Oö): Gerüchte um Einsparungspläne bei der Feuerwehr im Linzer Chemiepark sorgen für Aufregung. Der Steyregger Bürgermeister Josef Buchner fürchtet um die Sicherheit bei einem Unfall auf dem Gelände.

Mehrere Seiten ist das Schreiben dick, das der Steyregger Bürgermeister Josef Buchner vor wenigen Tagen erhielt. Die unbekannten Absender warnen vor Veränderungen bei der Betriebsfeuerwehr im Chemiepark, die zu einer deutlichen Verschlechterung bei Notfällen führen würden.

Mehrere Kritikpunkte
Zum Einen wird kritisiert, dass der vor wenigen Monaten bestellte, neue Kommandant der Betriebsfeuerwehr nicht die Vorgaben des Feuerwehrgesetzes erfülle. Zum Anderen warnen die Verfasser, dass die Mannschaftsstärke der Feuerwehr reduziert werden solle. Das sorge für ein Sicherheitsrisiko.

Protokolle von Feuerwehrübungen
Belegt werden die Befürchtungen mit Protokollen von Feuerwehrübungen, die Ende Juli durchgeführt worden seien. Buchner hält diese Papiere für alarmierend, weil er die Sicherheit der Bewohner von Steyregg aber auch von Linz bedroht oder zumindest bedroht sieht.

Sicherheitsstandard gewährleistet
Die Struktur der Betriebsfeuerwehr wird derzeit tatsächlich überarbeitet, ist aus dem Chemiepark zu erfahren. Noch seien aber keine Entscheidungen gefallen. Borealis und DSM, die beiden größten Firmen am Chemiepark, die hauptverantwortlich für die Feuerwehr sind, weisen die Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme jedenfalls strikt zurück. Der bisher hohe Sicherheitsstandard sei gewährleistet.
Pikant ist die Situation rund den neuen Kommandanten der Betriebsfeuerwehr. Er darf derzeit tatsächlich keine Einsätze leiten. Seine Bestellung sei aber gesetzeskonform, erklärt das Landesfeuerwehrkommando. In einer Übergangslösung seien seine Stellvertreter aufgewertet worden.

Optimierungsmaßnahmen
In die Neuordnung der Chemiepark-Feuerwehr sind auch der Landesfeuerwehrinspektor und der Linzer Branddirektor eingebunden. Sie sprechen von Optimierungsmaßnahmen, die notwendig seien, um zum Beispiel, wenn teure Geräte mehrfach vorhanden sind. Ziel der Überlegungen ist es, Geld einzusparen.

Hilfeschrei
Der Steyregger Bürgermeister Josef Buchner ist jedenfalls alarmiert. Das an ihn gerichtete Schreiben sei ein Hilfeschrei, er will das Thema weiter genau verfolgen.

ORF Oberösterreich

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