Nö: Lösung im Konflikt „zu teure Nachbarschaftshilfe“
Niederösterreich / Burgenland: Monatelang haben Bruck/Leitha und die Nachbargemeinde Bruckneudorf im Burgenland über die Feuerwehr diskutiert. Die Brucker Feuerwehr will für Einsätze in Bruckneudorf Geld. Jetzt gibt es einen Kompromiss.
Bruckneudorf wollte jährlich 14.000 Euro bezahlen, Bruck verlangte aber doppelt so viel. Nach mehreren Sitzungen, ein paar verstrichenen Fristen und vielen internen Treffen gibt es nun einen Kompromiss, mit dem beide Gemeinden leben können. Bruckneudorf bezahlt rückwirkend für das Jahr 2011 und bis inklusive 2014 20.000 Euro pro Jahr für Einsätze der Brucker Feuerwehr. Was danach geschieht, steht in den Sternen.
Zusammenarbeit auch in anderen Bereichen?
Bruckneudorf könnte eine eigene Feuerwehr aufbauen oder eine Außenstelle der an sich zuständigen Feuerwehr Kaisersteinbruch in Bruckneudorf einrichten. Das wären Möglichkeiten, so Bruckneudorfs Bürgermeisterin Gerlinde Weiss, die es in den nächsten vier Jahren zu durchdenken gilt. Außerdem schließen beide Gemeinden nicht aus, generell enger zu kooperieren, vor allem in Zeiten von leeren Gemeindekassen und Budgetknappheit würden sich hier Möglichkeiten auftun, so der Brucker Bürgermeister Richard Hemmer. Eine Kooperation bei der Kanal- oder Straßenreinigung wären nur zwei Beispiele, Verhandlungen dazu sollen demnächst statt finden.
ORF Niederösterreich
Wenn die Nachbarschaftshilfe zu teuer wird (Beitrag vom 17. Mai 2011)
