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Deutschland: Brennendes Motorboot und schwimmende Kühe in Münster

Münster (Deutschland): Doppelter Einsatz für Feuerwehr und DLRG am Samstagabend, 7. Mai 2011: Auf dem Kanal in Höhe Oderstraße brannte ein Motorboot, zeitgleich drohten zwei Kühe in der Ems am Benediktshof in Handorf zu ertrinken.

Die vier jungen Leute konnten sich von ihrem Boot, das gegen 19 Uhr vermutlich durch einen technischen Defekt in Höhe des Yachgtclubs Monasteria in Brand geriet, zwischen Kanalbrücke Warendorfer Straße und Schluuse plötzlich in Flammen stand, nur mit einem Sprung ins Wasser retten. Sie blieben unverletzt.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte brannte das Sportboot bereits in voller Ausdehnung. Sofort wurde die Brandbekämpfung landseitig eingeleitet. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde das Boot mit einer Seilwinde aus dem Wasser gezogen. Geringe Mengen ausgetretener Kraftstoff wurde mit Sperren und Ölbindematerial eingegrenzt. Das Umweltamt der Stadt Münster koordinierte die hierzu notwendigen Maßnahmen. Das Boot brannte völlig aus. Weil Öl auslief, musste die Feuerwehr Sperren auf dem Kanal auslegen. Der Sachschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr war mit insgesamt 50 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und der Löschzüge Kinderhaus und Kemper der Freiwilligen Feuerwehr ca. zwei2 Stunden im Einsatz. Unterstützung bekam die Feuerwehr durch Kräfte der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Wasserschutzpolizei.

Kühe gerettet
In Handorf rettete die Feuerwehr zwei Kühe mit Gurten und einem Kran aus der Ems. Passanten hatten gemeldet, dass sich in der Ems kurz vor der Stadtgrenze im Bereich der Straße Verth eine Kuh befinden sollte.
Die erst eintreffenden Kräfte der Feuerwehr fanden tatsächlich in Ufernähe zwei Kühe vor. Eine der Kühe saß mit ihren Hinterläufen massiv im Uferschlick fest und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.
Zur Rettung dieser Kuh aus ihrer misslichen Lage musste sich zunächst Zugang zum Gewässer verschafft werden. Nach dem Beseitigen von Strauch -und Baumwerk konnten drei Feuerwehrleute mit Wathosen ins Wasser gehen, spezielles Tierhebegeschirr anlegen und anschließend die Kuh mit der Krananlage eines Wechselladerfahrzeuges an Land verbracht werden.
Unterstützung bekam die Feuerwehr während der gesamten Rettungsaktion durch einen Tierarzt vom städtischen Veterinäramt sowie einem niedergelassenen Tierarzt aus Münster-Wolbeck. Die Feuerwehr war mit insgesamt neun Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr sowie des Löschzuges Handorf der Freiwilligen Feuerwehr für etwa 2,5 Stunden im Einsatz.

Münstersche Zeitung

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