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Nö: Landes-Feuerwehrkommandanten-Wahl 2011 -> Doch Gegenkandidat für Buchta

Niederösterreich: Am Freitag, den 8. April 2011, wird in St. Pölten der Landesfeuerwehrkommandant gewählt. Erst vor wenigen Tagen wurde eine Gegenkandidatur bekannt.

Dietmar Fahrafellner tritt gegen den amtierenden Kommandanten Josef Buchta an. Spannung ist garantiert.

Bezirkskommandanten forcierten Fahrafellner: Erst am Montag, 4. April 2011, gab der Bezirkskommandant von St. Pölten, Dietmar Fahrafellner, seine Kandidatur bekannt. Er sei von einigen anderen Bezirkskommandanten gebeten worden, zu kandidieren, sagte er auf Anfrage. Josef Buchta kann aufgrund der gesetzlichen Altersklausel das Amt nur noch zwei Jahre ausüben. Daher wollten einige Bezirkskommandanten, dass gleich ein Jüngerer das Kommando für die gesamte Fünf-Jahres-Periode übernehme, so der 43-jährige Fahrafellner. Fahrafellner ist seit zehn Jahren Stadtkommandant von St. Pölten und seit fünf Jahren Bezirkskommandant.

Buchta „betroffen“ über Gegenkandidatur: Josef Buchta, der seit fünf Jahren Landeskommandant und seit zweieinhalb Jahren Präsident des Bundesfeuerwehrverbandes ist, zeigt sich betroffen über die Gegenkandidatur. Hier werde viel Porzellan zerschlagen, sagt er. Er hätte gern in den kommenden zwei Jahren einen Nachfolger aufgebaut, jetzt komme es aber zur Kampfabstimmung, das sei nicht in seinem Sinne, so Buchta.

ORF.at

Artikel im Kurier, 08. April 2011

Heißes Duell um Landesfeuerwehr: Neue Zeiten, neue Wege bahnen sich offenbar an“, sinniert Armin Blutsch. Der Amstettener Feuerwehrboss muss um seinen Ehrenjob als stellvertretender Landeskommandant bangen. „Aber Wahl heißt ja schließlich auch, dass mehrere Kandidaten antreten.“ Für Außenstehende überraschend, für Insider nicht unerwartet: Die harmonisch mit dem amtierenden Josef Buchta als einzigem Kandidaten angelegte Wahl des Landesfeuerwehrkommandanten entwickelt sich zum brandheißen Duell. Freitag Nachmittag, 8. April 2011, tritt zum Urnengang im Landhausviertel St. Pölten auch ein Gegenkandidat an. Der 43-jährige Dietmar Fahrafellner, Stadt-und Bezirksfeuerwehrchef in St. Pölten, will „auf Wunsch zahlreicher Bezirkskommandanten, die an mich heran getreten sind“, den 63-jährigen Amtsinhaber entthronen. Montag hat sich der umtriebige Stadt-Branddirektor bei einer Besprechung in Tulln geoutet. Seither reißen die Diskussionen in einschlägigen Internet-Foren nicht ab. Zumal Fahrafellner auch gleich via docs.google ein Konzept ins Internet rückte. Reizthema unter anderem: „Feuerwehralarmierung muss in Feuerwehrhand bleiben, um nicht zum Handlanger zu werden.“ Auch sein Team ist zur Einsicht per Mausklick aufgelistet. Buchtas Co. Blutsch bleibt außen vor, Fahrafellners Vize soll Franz Pinter (Bezirkskommandant von Bruck an der Leitha) werden. Viel diskutiert wird im Internet auch über die Tatsache, dass Buchta bei einer Wiederwahl nach zwei Jahren mit 65 den Hut nehmen müsste und dann erneut ein Urnengang ansteht.

„Ich war schon überrascht, dass vier Tage vor der Wahl ein Gegenkandidat präsentiert wurde“ erklärt Buchta. „Was mich aber viel mehr stört, ist der Umstand, dass mir immer mein Alter vorgeworfen wird.“ Er sei „voll fit“ und „Tag und Nacht für die Feuerwehren in diesem Land unterwegs“. Kämpferischer Nachsatz: „In den letzten fünf Jahren ist mehr vorangegangen, als in zehn Jahren vor meiner Amtszeit.“
Fahrafellner weiß: „Viele Kameraden wünschen sich eine Veränderung.“ Es gehe nicht primär um eine Person – „ob ich mit 43 oder 48 Landeskommandant werde, ist egal“ – sondern um das Feuerwehrwesen. Insider orten ein knappes Rennen.

Kurier.at

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