Deutschland: 34-jähriger Feuerwehrmann stürzt bei Übung in den Tod
Ronsberg (Deutschland): Bei einer Brandschutzübung ist am Dienstagabend, dem 6. April 2011, in Ronsberg (Ostallgäu) ein 34-jähriger Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Laut Polizei stürzte der Mann von einem 16 Meter hohen Dach und erlitt tödliche Verletzungen.
Auf dem Gelände einer ortsansässigen Firma wollten Betriebsfeuerwehr sowie die örtliche Freiwillige Feuerwehr in einer Löschübung den Brand einer Silohalle simulieren. Insgesamt waren an der Übung 25 Einsatzkräfte beteiligt. Das vermeintliche Feuer sollte von zwei danebenliegenden Gebäuden bekämpft werden. Der verunglückte 34-Jährige stieg gegen 19.40 Uhr mit einem Kollegen als Erster auf das Flachdach einer Lagerhalle, um dort einen Schlauch anzubringen. Nach Zeugenaussagen stürzte er dann bei einer Rückwärtsbewegung über die kniehohe Einfassung des Dachs in die Tiefe. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen eines Feuerwehrmanns und ausgebildeten Rettungssanitäters blieben erfolglos. Noch vor dem Eintreffen weiterer Rettungskräfte erlag der Mann seinen Verletzungen. Der 34-jährige Familienvater galt als erfahrener Feuerwehrmann. Alexander Resch vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West sprach von einem «tragischen Unglück». Bislang gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass Bestimmungen verletzt oder Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten wurden. Die Polizei ermittelt weiter die näheren Umstände des Unglücks.
