Ktn: Eisscholle am Klopeiner See -> Gefahr noch nicht gebannt
Kärnten: Die Gefahr, dass weitere Stege von der riesigen Eisplatte auf dem Klopeiner See zermalmt werden, ist noch nicht gebannt. Die gefährliche Arbeit auf dem See dürfte noch einige Tage dauern.
Nach einer erfolgreichen Stabilisierung der Eisplatte am Samstagnachmittag sind die Einsatzkräfte seit Sonntagvormittag wieder dabei, die Eisplatte zu zerkleinern. „Die Gefahr für die Stege am Südufer ist vorerst gebannt. Das 25-Tonnen-Floß des Bundesheeres, auf dem sich auch ein Kran befindet, arbeitet sich Meter für Meter vor. Mit der Baggerschaufel wird das immer noch 20 Zentimeter dicke Eis zerkleinert. So kann es keinen größeren Schaden mehr anrichten“, schilderte ORF Kärnten-Redakteur Peter Matha nach einem Lokalaugenschein. Am Ufer werden die Eisbrocken zusätzlich mit warmem Wasser zum Schmelzen gebracht.
Weitere Verankerung montiert
Am späten Sonntagvormittag, 6. März 2011, wurden Pioniere von einem Polizeihubschrauber auf dem Eis abgesetzt. Eine zweite Verankerung und ein zweites, tonnenschweres Stahlseil wurden befestigt. Zudem wurde ein Schlitz in das Eis gesägt, damit sich die Eisplatte noch weniger bewegen kann.
Einsatz könnte noch mehrere Tage dauern
Seitens des Bundesheeres rechnet man noch mit einem mehrtägigen Einsatz. Für die kommenden Stunden und Tage ist wieder Wind abgesagt – nicht wie vor fünf Tagen aus dem Süden, sondern aus dem Norden. Das könnte die Eisplatte noch einmal in Bewegung bringen. Das Anbringen zusätzlicher Sicherungen sei deshalb nötig.
