Norwegen: Drohnen behindern Feuerwehreinsatz bei Altstadt-Großbrand
Norwegen: Die als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragene Altstadt der norwegischen Ortschaft Lärdalsöyri ist bei einem Großbrand am Wochenende von einem verheerenden Brand heimgesucht worden. Der Brand schien zu Mittag des 19.1.2014 bereits gelöscht, das Feuer flammte am Nachmittag infolge des herrschenden starken Windes aber wieder auf.
Die Löscharbeiten mit Hilfe von Hubschraubern des norwegischen Rettungsdienstes wurden laut norwegischen Medienberichten nicht nur durch Sturmböen, sondern auch von privaten Drohnen behindert, die offensichtlich für Video und Bildaufnahmen eingesetzt wurden. Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, ihre ferngesteuerten Privatflugkörper in der derzeitigen Situation nicht zu verwenden.
Mindestens 50 Verletzte
Mindestens 50 Bewohner sowie Feuerwehrleute mussten sich mit Anzeichen für Rauchgasvergiftungen in ärztliche Behandlung begeben und wurden zum Teil in Spitäler gebracht. Das Feuer in der gut 200 Kilometer nordwestlich von Oslo gelegenen Ortschaft war am gestern Abend gegen 23.00 Uhr in einer Wohnung ausgebrochen.
Ein Teil der Ortschaft wurde bereits in der Nacht evakuiert. Augenzeugen sprachen von einem regelrechten Flammeninferno. Ein Feuerwehrmitarbeiter sagte gegenüber dem norwegischen Onlineportal VG („Verdens Gang“), er habe bisher noch nie etwas Vergleichbares erlebt.
