Stmk: Steirischer LFV: Feuerwehren haben noch Reserven
Steiermark: Stellungnahme des steirischen Landes-Feuerwehrkommandanten, LBD Albert Kern, zum Artikel Kleine Zeitung, 8.2.2011: Feuerwehren: wir haben noch genug Reserven
Schutz und Sicherheit ist Teil unserer Lebensqualität
Nicht nur wenn Feuer ausbricht, ist die Feuerwehr vor Ort. Der Einsatzschwerpunkt der Feuerwehren hat sich – auch ob des gestiegenen Verkehrsaufkommens – in den vergangenen Jahr(zehnt)en mit überwiegender Mehrheit Richtung Technischer Hilfeleistung verschoben, mittlerweile sind rund 90 Prozent aller Einsätze diesem umfangreichen Einsatzspektrum zuzuschreiben.
Insgesamt präsentiert sich das Feuerwehrwesen als moderne Sicherheitseinrichtung, welche für alle Bedrohungsformen der modernen Technik – ob zu Land, Luft, Straße, Schiene oder Wasser – ein adäquates Einsatzmittel zur Verfügung hat.
Tausende Mitglieder der Feuerwehren sind es, die jeden Tag rund um die Uhr in den Bereichen Branddienst, Technische Hilfeleistung und Katastrophenschutz für die Sicherheit und den Schutz der Mitmenschen sorgen. Auf Grund der steigenden Anzahl von Unwetterereignissen und den daraus resultierenden Schadensereignissen ist es wesentliche Aufgabe der Feuerwehren, sowohl für nationale, als auch für Internationale Katastropheneinsätze gerüstet zu sein.
Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, sind, auch Kraft Gesetz, so genannte Katastrophenhilfsdienst-Einheiten (kurz KHD) der Feuerwehren mit Aufgaben in Katastrophensituationen betraut, welche – zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren – aufgrund der mannschaftlichen und gerätemäßigen Ausstattung in der Lage sind, bei Brand- und Katastrophenfällen, taktische Aufgaben – auch über einen längeren Zeitraum hinweg – selbstständig durchzuführen. Diese Bereitschaften werden aus den bestehenden Einsatzkräften und Ausrüstung der einzelnen Bezirksfeuerwehrverbände gebildet, ohne die Einsatzbereitschaft zur Erfüllung der Aufgaben für den örtlichen (eigenen) Einsatzbereich zu schwächen. „Der Vorteil der Feuerwehren liegt hier in der schnellen und flächendeckenden Verfügbarkeit von Mannschaft und Gerät“, hebt Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern hervor.
In der momentan – sowohl politisch als auch öffentlich – geführten Bundesheer Debatte wird auch das Thema Katastrophenschutz heiß diskutiert: „Im Rahmen der organisationsübergreifenden Katastropheneinsätze der letzten Jahre war die Zusammenarbeit mit den Kräften des ÖBH großartig und vor allem kameradschaftlich“ betont Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern und stellt fest, „dass die gegenständliche Diskussion des Katastrophenschutzes vor allem auf Basis konzentrierter Bündelung von Aufgaben, künftiger Verantwortung und vorhandener Ressourcen sachlich zu führen sei“. Fakt ist, so Kern, „dass sowohl Feuerwehren als auch das ÖBH einsatzspezifische Schwerpunkte, Leistungsspektren und Ressourcen haben, die es – im Bedarfs- bzw. Ernstfall und – vor allem im Interesse der Betroffenen – wechselseitig einzusetzen und auszunutzen gilt“.
