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Oö: Neuerliche Rechnungshofprüfung der Oö. Feuerwehren

Oberösterreich: Im Oktober 2008 hat der Landesrechnungshof die Ergebnisse der „Initiativprüfung Feuerwehrwesen in Oberösterreich“ präsentiert. Erste Maßnahmen konnten im Sinne der Vorschläge aus dem Prüfbericht bereits umgesetzt werden. In einem eigenen Projektteam …

… „Zukunft Feuerwehr“ wird seither das oberösterreichische Feuerwehrwesen aufgearbeitet, die Analyse ist kurz vor der Fertigstellung.
Nun wird der Landesrechnungshof den Stand der Weiterentwicklung des Feuerwehrsystems in Oberösterreich überprüfen.

Der Landesrechnungshof hat angekündigt, in den kommenden Wochen eine weitere Prüfung der bisher eingeleiteten Maßnahmen in Folge des Prüfberichtes durchzuführen. „Auch wenn wir noch nicht alle Kapitel endgültig abgeschlossen haben, stehen wir für eine Präsentation der bisherigen Ergebnisse jederzeit zur Verfügung“, sagt Landes-Feuerwehrkommandant Dr. Wolfgang Kronsteiner, der persönlich das Projektteam führt.
„Wir haben uns sehr intensiv mit einer Vielzahl von Themen beschäftigt und entsprechende Lösungsansätze erarbeitet“, sagt Kronsteiner. Aus der Vielzahl von Themen haben sich letztlich einige Kernpunkte ergeben, die für das Funktionieren des Feuerwehrsystems, aber auch für die öffentliche Hand als Erhalter der Feuerwehr eine zentrale Rolle in der zukünftigen Ausgestaltung und Leistungsfähigkeit des Feuerwehrsystems in Oberösterreich darstellen. „Wir haben offen und vorbehaltslos darüber diskutiert, was wir brauchen und was verzichtbar ist“, sagt Kronsteiner, der die Überprüfung des Projektfortschrittes durchaus als Chance sieht, die Ergebnisse zu perfektionieren.

Feuerwehrhäuser
Kostenoptimierung durch einmalige zentrale Planung in Modulen. Dadurch reduziert sich der reine Kostenaufwand auf die tatsächlichen Errichtungskosten. Kosten für Architekturwettbewerbe und die verpflichtende Durchführung von Kunst am Bau dürfen nicht den Feuerwehren zugerechnet werden. „Die Feuerwehren wollen keine Prachtbauten, sondern funktionale Gebäude, in denen nicht um eine Dusche, ein Trockengerät und einige Quadratmeter Lagerfläche diskutiert wird“, stellt Kronsteiner fest.

Feuerwehrfahrzeuge
Die Idee des Zentraleinkaufs für Feuerwehrfahrzeuge wurde bereits ausgearbeitet und in zwei Pilotprojekten auf Machbarkeit und Kosteneffizienz / Einsparung hin überprüft. Umgesetzt werden konnte das im Bereich der Anschaffung der Hubrettungsgeräte und die in diesem Jahr anstehende Sammelbestellung von 30 Kleinlöschfahrzeugen. „Wir werden die Erfahrungen aus diesen beiden Ankaufsaktionen ganz genau bewerten und aufgrund dieser Erfahrungen die Optionen für die Zukunft nutzen“, sagt Kronsteiner.

Personal
Größter Wirtschaftlichkeitsfaktor des Feuerwehrwesens in Oberösterreich ist das freiwillige, kostenlos zur Verfügung stehende Personal. „Das ist die Basis, auf der das System steht“, sagt Kronsteiner und warnt gleichzeitig, diese Basis zu beschädigen: „Wir müssen diese Basis stärken, weil ansonsten das bestehende System unfinanzierbar wird und zusammenbricht“, warnt der Landesfeuerwehrkommandant. Es gelte noch mehr als bisher, Anreize für Freiwilligenarbeit zu schaffen und zu halten sowie dem Freiwilligensystem die notwendige Anerkennung zukommen zu lassen.

Kronsteiner: „Es ist eine Tatsache, die wir auch wissenschaftlich belegen können, dass der Gewinn der Gesellschaft durch die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehren die Aufwände um eine Vielfaches übersteigt.“ Die exakte wissenschaftliche Aufarbeitung durch die WU Wien wird am 1. März 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Oö. Landes-Feuerwehrverband

Anmerkung der Fiwo-Redaktion:
In dem Zusammenhang mehr oder weniger lesenswert auch der Artikel „Steuerverschwender Feuerwehr

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