Tirol: Zwei Tote bei schwerem Unfall im Arlbergtunnel
Landeck (Tirol): Nach dem schweren Verkehrsunfall im Arlbergtunnel von Donnerstagnachmittag, 27. Jänner 2011, ist ein zweites Todesopfer zu beklagen. Jene junge Schweizerin, deren Pkw den Unfall ausgelöst hatte ist am Abend ihren schweren Verletzungen erlegen.
Dramatische Szenen hatten sich Donnerstagnachmittag im Arlbergtunnel abgespielt. Zwei Lkw und zwei Pkw kollidierten. Dabei wurde ein Lkw-Lenker getötet, eine Pkw-Lenkerin schwebte in Lebensgefahr und erlag am Abend ihren Verletzungen.
Die Unfälle passierten rund zwei Kilometer vom Ostportal entfernt im Tiroler Teil des Arlbergtunnels. Laut Informationen der Landesverkehrsabteilung wurde der Lenker des deutschen Lkw getötet, der andere Lkw-Lenker sowie eine Pkw-Lenkerin wurden schwer verletzt.
Unfallhergang wurde rekonstruiert: Dank der im Tunnel installierten Kameras, gelang es der Polizei den Unfallhergang zu rekonstruieren. Demnach geriet ein Pkw einer Schweizerin aus unbekannter Ursache über die doppelte Sperrlinie und kollidierte seitlich mit einem entgegenkommenden Lkw aus Deutschland. Dieser geriet – nach einem Ausweichversuch – auf die Gegenfahrbahn und krachte frontal gegen einen entgegenkommenden Lkw aus Tirol, schilderte Gerhard Holzknecht von der Landesverkehrsabteilung. Das Auto der Schweizerin blieb fahruntauglich auf der Straße stehen. Ein mit zwei Personen besetzter Pkw – ebenfalls aus der Schweiz – krachte daraufhin frontal in das stillstehende Fahrzeug der Frau.
Frau musste aus Wrack geschnitten werden: Die Schweizerin musste mit der Bergeschere aus dem Wrack befreit werden und wurde mit schwersten Verletzungen per Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen, wo sie am Abend starb. Der schwer verletzte Lkw-Fahrer wurde ins Krankenhaus Feldkirch geflogen, dessen Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen.
Zum Glück geringer Verkehr im Tunnel: Laut Auskunft der Polizei war zum Zeitpunkt des Unfalls relativ wenig Verkehr im Arlbergtunnel. Bei dichterem Verkehrsaufkommen wären die Folgen dieses Unfalls wohl noch verheerender gewesen, betonte Holzknecht – zumal zwei Schwerfahrzeuge am Unfall beteiligt waren.
Brandgefahr bestand übrigens laut Tunnelwarte keine – Rettungskräfte und Feuerwehr waren rasch am Unfallort. Die Sperre des Arlbergtunnels konnte um 19.45 Uhr aufgehoben werden.
