Deutschland: Sattelzug zermalmt auf Autobahn Wohnwagen-Anhänger

Sittensen (Deutschland): Kurz vor der Anschlussstelle Sittensen kam es in Fahrtrichtung Hamburg am Montagmittag, dem 1. November 2010, um 11.57 Uhr zu einem folgenschweren Unfall mit vier Unfallbeteiligten, zwei Verletzten und Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro.
Ursache war, wie bereits öfter in diesem Jahr, vermutlich unzureichender Abstand und Unachtsamkeit von zwei Sattelzug-Fahrern, wobei der letzte auffahrende Sattelzug möglicherweise auch alle Unfallbeteiligten von hinten zusammen geschoben haben könnte. Ermittlungen der Autobahnpolizei in Sittensen hierzu laufen derzeit.
Infolge eines Staus vor einer Baustelle im Bereich Sittensen musste ein 43-jähriger niederländischer Sprinter-Fahrer bremsen. Auch eine hinter dem Holländer fahrende 58-jährige Schaustellerin, die mit ihrem Mercedes mit Wohnanhänger vom Freimarkt kam und nach Hamburg wollte, bremste. In diesem Moment fuhren von hinten ein Sattelzug aus dem Bereich Diepholz mit einem 59-jährigen Hamburger am Steuer auf den Wohnwagen und ein weiterer roter Sattelzug aus Bad Homburg auf den Diepholzer Sattelzug auf.

Der Fahrer aus Bad Homburg, vermutlich ein 28-Jähriger, wurde im Führerhaus eingeklemmt und am schwersten verletzt. Mit Notarzt und Rettungswagen wurde er in das Rotenburger Diakoniekrankenhaus transportiert. Der Hamburger im Sattelzug vor ihm erlitt leichte Kopfverletzungen und muss vorsorglich eine Nacht im Rotenburger Diako verbringen.
Aus den Tanks beider Sattelzüge floss Kraftstoff aus, der von einer Scheeßeler Spezialfirma von der Fahrbahn beseitigt werden muss. Der Verkehr wurde voll gesperrt und an der Anschlussstelle Bockel abgeleitet. Später leitete die Autobahnpolizei Sittensen den aufgestauten Verkehr zwischen Bockel und der Unfallstelle einspurig an der Unfallstelle vorbei.

Auch auf der Gegenfahrbahn staute sich der Verkehr unnötig durch Gaffer, die einen Blick auf die Unfallstelle werfen wollten.
