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Deutschland: Bei Feuer in der Kabine wird’s brenzlig -> Training am City-Airport

Mannheim (Deutschland): City Airport: Flugplatz-Feuerwehrmänner aus Mannheim trainieren an Brandsimulationsanlage in Hof den Ernstfall.

Auf jedem Flughafen, auf jedem Flugplatz der Welt können Gefahren entstehen und Unglücke passieren. Für solche Notsituationen muss auch der City Airport in Neuostheim gerüstet sein. Deshalb ist auf Areal eine Flugplatz-Feuerwehr stationiert, die im Ernstfall mit ihrem Flugfeldlöschfahrzeug FLF Impact 6000 schnell eingreifen und Menschen retten kann. Um für brenzlige Situationen gewappnet zu sein, muss immer wieder geübt werden. Deshalb rückte ein Teil der Mannschaft aus Mannheim in dieser Woche (Mitte Oktober 2010) zum Regionalflughafen Hof/Plauen aus, um die Flugzeugbrandbekämpfung an einer Brandsimulationsanlage zu trainieren. Vor einer Woche waren schon fünf Kollegen zum Üben ins Fränkische gereist. „Alle sind wieder wohlbehalten da“, berichtete Manager Peter Ulf Geisler am Freitag, 15.10.2010.

Meterlange Flammen schlagen aus dem Triebwerk. Die Feuerwehrmänner des City Airports rennen los. Alle stecken in dicker Nomex-Schutzkleidung, tragen Sauerstoffflaschen auf dem Rücken und haben Atemmasken vor dem Gesicht. Wasser marsch! Einer der beiden Brandbekämpfer richtet den dicken Strahl auf die lodernden Flammen, der andere steht hinter ihm, hält den Schnellangriffsschlauch und gibt die Kommandos. Doch noch zeigt der Löschangriff keine Wirkung. Die beiden Feuerwehrleute ändern die Taktik, laufen um die Tragfläche herum und sprühen Wasser in die Rückseite der Turbine.

Respekt vor den Flammen: Jetzt drückt der Trainer plötzlich einen Knopf und eine Flammenzunge schlägt den beiden Feuerwehrleuten entgegen, die rasch in Sicherheit springen. „Es ist immens heiß“, sagt einer der Männer – „und im ersten Schreck springt man immer weg.“ Dann gilt es, die „Mannschutzbrause“ aufzudrehen, einen breiten Strahl, der einen kühlen Schild um das Löschteam legt. „Angst vor den Flammen darf ein Feuerwehrmann nicht haben – allenfalls gesunden Respekt“, sagt uns Peter Ulf Geisler, in Neuostheim als Manager auch Mitglied der Flugplatzfeuerwehr.

In der Brandsimulationsanlage auf dem Trainingsfeld in Hof können verschiedene Szenarien nachgestellt werden: in der Kabine und im Cockpit eines Flugzeuges, ein Brand im Fahrwerksbereich, am Triebwerk oder ein Feuer an den Tragflächen. „Das Anspruchsvollste war der Innenangriff“, sagen die Männer nach ihrem Einsatz. In der dunklen Röhre der Flugzeugattrappe, Hitze bis zu 1000 Grand, die 16 Kilo schwere Ausrüstung, fehlende Sicht, wenn die Schutzmaske beschlägt. Doch allen ist klar, trotz der beklemmenden Situation in der Kabine: „“Das Ding muss ausgemacht werden – es könnten ja Leute drin sein.“ Nach eingeschlossenen Opfern zu suchen, ist eine Aufgabe des Truppführers – eine Aufgabe, mit deren Erfüllung sich die Feuerwehrkameraden abwechseln: „Jeder muss im Ernstfall mit jedem können.“

Das Personal der Mannheimer Flugplatzfeuerwehr absolviert neben der Ausbildung auf dem City Airport und bei der Feuerwehr in Mannheim regelmäßig das Praxis-Training in Hof/Plauen. Geisler: „Im Ernstfall muss die Flugplatzfeuerwehr spätestens nach drei Minuten am Unfallort sein. Bei den wenigen Vorfällen, die wir in den vergangenen Jahren gehabt haben, ist dies stets der Fall gewesen.“ Kommende Woche übt das Team vom City Airport bei Total in Ladenburg den Umgang mit Schaumlöschgeräten.

Morgenweb.de

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