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Deutschland: Wassermangel bei Lagerhallen-Brand in Einswarden

Einswarden (Deutschland): Brand in Midgard-Lagerhalle – Unzureichende Löschwasserversorgung erschwert den Einsatz – Rund 80 Feuerwehrleute waren vor Ort. Die Löschbrunnen auf dem Betriebsgelände führten zu wenig Wasser.

Zu einem Großeinsatz auf dem Betriebsgelände von Rhenus Midgard in Einswarden musste die Feuerwehr am Donnerstagabend, 2. September 2010, ausrücken. Im Dachstuhl einer Lagerhalle war aus unbekannter Ursache ein Brand ausgebrochen. Aufgrund der unzureichenden Löschwasserversorgung bekamen die Feuerwehrleute die Flammen nur mit großer Mühe unter Kontrolle.

Der Brand im Gebälk hatte sich bis zur Spitze des 30 Meter hohen Daches ausgebreitet. Bis in diese Höhe reichte der Löschwasserdruck zunächst nicht aus, weil die vier angezapften Brunnen auf dem Betriebsgelände zu wenig Wasser führten. Die vor Ort befindliche Drehleiter konnte nicht am Brandherd eingesetzt werden, da in diesem Bereich der Halle der Boden nicht befestigt ist und somit das schwere Fahrzeug versackt wäre.

Etwa zwei Stunden nach Beginn des Einsatzes, zu dem die Feuerwehrleute gegen 19 Uhr ausgerückt waren, entspannte sich die Situation. Dank einer zusätzlichen Tragkraftspritze und einer verstärkten Wasserzufuhr konnte genügend Druck aufgebaut werden, um mit dem Löschstrahl bis an die Dachspitze zu gelangen. Bis dahin hatten immer wieder Flammen durch das an mehreren Stellen aufgeplatzte Eternit-Dach gezüngelt.

Unter dem Kommando des Stadtbrandmeisters Ralf Hoyer und seines Stellvertreters Rainer Görries waren rund 80 Feuerwehrleute der Ortswehren Blexen, Schweewarden, Einswarden, Phiesewarden, Nordenham und Esenshamm an dem Einsatz beteiligt.

Gleichzeitig zu den Löscharbeiten von außen kämpften sich Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutz in das Innere der Halle vor, um dort ein weiteres Ausbreiten des Brandes zu verhindern. Es bestand die Gefahr, dass ein Förderband Feuer fängt und sich in der Folge die Flammen durch die ganze Halle fressen. In dem langgestreckten Gebäude, das früher zu der Firma Asbestos gehört hatte, wird Zinkerz gelagert.

Angaben zur Höhe des Schadens lagen am Donnerstag noch nicht vor. Bei der Frage nach der Brandursache deutet nach den ersten Erkenntnissen einiges auf einen technischen Defekt hin.

NWZ Online

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