Brand

Deutschland: Carportbrand in Hattingen drohte auf Wohnhaus überzugreifen

Hattingen (Deutschland): Am Donnerstag, den 02.09.2010, wurde um 16:42 Uhr über die Feuerwehr Velbert ein PKW-Brand im Höhenweg gemeldet. Neben dem Löschfahrzeug der Hauptwache…

… rückte auch die freiwilige Einheit aus Elfringhausen zur Einsatzstelle aus. Bereits auf der Anfahrt kam eine erneute Meldung dass der Pkw-Brand auf ein Carport übergegriffen hat. „Ferner drohte der Brand auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen“, schildert Feuerwehrsprecher Jens Herkströter die Lage. Aufgrund dieser Lageänderung wurde umgehend eine deutlich höhere Alarmstufe ausgelöst.

Das ersteintreffende Fahrzeug des Löschzuges Elfringhausen fand dann folgende Lage vor: Ein ca. 10 Meter langer Carport inkl. Anbau stand in Vollbrand. In dem Fahrzeugunterstand befand sich ein Pkw sowie landwirtschaftliche Geräte. Im hinteren Bereich dieses Gebäudes war auf der gesamten Länge Holz gestapelt, welches ebenfalls brannte. Da an den Carport unmittelbar ein Wohnhaus angrenzt, galt es zunächt ein Übergreifen der Flammen auf dieses Gebäude zu verhindert. Dies gelang durch das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte. Diese bauten eine Riegelstellung mit zwei C-Rohren auf und verhinderten so die Brandausbreitung.

Die nachrückenden Kräfte begannen dann mit der eigentlichen Brandbekämpfung. Diese gestaltete sich als etwas schwieriger da insbesondere das Holz im rückwärtigen Bereich eine hohe Brandlast darstellte. Mit zwei Trupps unter Atemschutz wurde das gesamte Brennholz per Hand abgetragen und mit einem C-Rohr abgelöscht. Auch die Dachhaut des Carports musste geöffnet werden, um an alle Glutnester zu gelangen. Hierzu gingen zwei Trupps unter Atemschutz über eine tragbare Leiter auf das Dach vor. Immer wieder mussten kleinere Brandherde, insbesondere im Dachbereich gelöscht werden. Zeitgleich begannen die Einsatzkräfte das angrenzende Wohnhaus mit einem Hochleistungslüfter zu entrauchen.

„Obwohl der Carport sowie der Pkw nicht gerettet werden konnten, sind wir mit dem Einsatzablauf sehr zufrieden“, so Jens Herkströter. „Insbesondere das schnelle Eingreifen des örtlichen Löschzuges hat ein Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus verhindert“, so der Pressesprecher weiter. Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Löschzüge hat reibungslos funktioniert. Insbesondere die Übungen zur Sicherstellung der Wasserversorgung in den ländlichen Gebieten haben hier Früchte getragen. Da im Bereich der Einsatzstelle keine Wasserversorgung über ein Hydrantensystem möglich ist, musste dies mit mit sechs Tanklöschfahrzeugen erfolgen. Dies war auch der Grund waurm insgesamt acht Löschzüge zum Einsatz kamen. Neben den Kräften der Hauptwache war die Freiwillige Feuerwehr mit über 50 Kräften fast vier Stunden im Einsatz. Zusätzlich wurden Einsatzkräfte durch die Feuerwehr Sprockhövel unterstützt.

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