Jugend

Oö: 24 Stunden-Dienst der Feuerwehrjugend St. Georgen

St. Georgen/Attergau (Oö): Am vergangenen Wochenende, den 01. August 2010, veranstaltete die FF St. Georgen im Attergau gemeinsam mit der FF Thalham-Bergham und den „Rescue Kids“ des ÖJRK St. Georgen zum 3. Mal die „24h Übung“ der Feuerwehrjugend.

Insgesamt haben an der Übung zwölf Jugendliche, vier Jungfeuerwehrmänner und sechs Betreuer und am Samstag sechs Jugendliche des JRK St. Georgen teilgenommen.

Beginn der Übung war um 18.00 Uhr und bereits 20 Minuten nach Zusammenkunft folgte der erste Einsatz. Zum Glück handelte es sich nur um einen Fehlalarm im Attergauer Seniorenheim. Sinn dieses Fehlalarmes war, den Jugendlichen näher zu bringen wie wichtig es ist, im Einsatz die vollständige Einsatzbekleidung und Sicherheitsausrüstung immer mitzuführen – egal welche Art von Einsatz.

Danach folgten einige gemütliche Stunden beim Lagerfeuer wo gegrillt wurde. Wir freuten uns sehr, dass uns hierbei auch unser Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Robert Mayer und der Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Franz Jedinger besuchten.

Um 21.30 Uhr, als es dunkel wurde, führten wir eine Feuerlöscherübung mit diversen Handfeuerlöschern beim alten Sägewerk durch. Hier wurde z.B. vermittelt, wie gefährlich es ist, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen.

Um 23.00 Uhr folgte die Nachtruhe – welche man aber nicht als Ruhe bezeichnen konnte, da noch zu viel überschüssige Energie vorhanden war und die Kids noch lange über die ersten Einsätze redeten.

Als die Jugendlichen dann endlich schliefen, wurden sie um 01.30 Uhr aus dem Schlaf gerissen. In der Schottergrube stand ein Bagger in Vollbrand und musste mit mehreren Rohren gelöscht werden.

Nachdem ausgezeichnetem Löschangriff rückten wir wieder ins Zeughaus ein und die Nachtruhe wurde fortgesetzt – diesmal wirklich.

Als es hell wurde riss ein weiterer Alarm die Jugendgruppe um 06.30 Uhr aus dem Schlaf. Bei einem landwirtschaftlichen Objekt brannte die Werkstätte. Das Objekt war stark verraucht und der Brandherd konnte
nur durch einen Innenangriff bekämpft werden. Während ein Trupp den Brand löschte, legte eine andere Gruppe eine Löschwasserzuleitung von der nahe gelegenen Dürren Ager.

Bereits jetzt zeichnete sich der Schlafmangel in den Gesichtern einiger Jugendlichen ab.

Nach einem ausgiebigen Frühstück besuchten uns die „Rescue Kids“ des ÖJRK der Ortsstelle St. Georgen und lehrten uns im Stationsbetrieb über diverse Erste Hilfe Maßnahmen. Anschließend bekamen wir eine Führung bei der Ortsstelle des RK St. Georgen.

Um 10.30 Uhr heulte erneut die Sirene. Ein unaufmerksamer Lenker verursachte einen Unfall und es galt zwei Verletzte Personen aus dem völlig demolierten Fahrzeug zu retten. Dieser Einsatz, sowie die anschließende Erstversorgung, erfolgte erneut mit den Rescue Kids. Hier konnte jeder Jugendliche die anstrengende Arbeit mit dem hydraulischen Rettungsgeräte versuchen.

Zu Mittag wurden wir mit einer großen Portion Spagetti vom Gasthof Grüner Baum – Familie Kiener kostenlos versorgt.

Da die FF Thalham Bergham vor wenigen Tagen ihr neues LF-A in Betrieb genommen hat, führten wir am Nachmittag eine Traktorbergung mit Hilfe des nagelneuen Greifzuges, der Seilwinde und den Hebekissen durch, wobei das JRK
bei der Rettung assistiert und anschließend die Verletztenbetreuung durchführte.

Nachdem am Nachmittag alle Einsatzgeräte gereinigt wurden, kam der letzte unangekündigte Alarm und es galt einen Autobrand mittels Mittelschaum zu löschen.

Um die wichtige Arbeit der Feuerwehr und des Roten Kreuzes auch der Bevölkerung von St. Georgen und Umgebung zu präsentieren, wurde um 19.30 Uhr eine Schauübung in der Fußgängerzone (FUZO) durchgeführt.

Ein aufmerksamer Passant bemerkte die Hilferufe aus dem ersten Stock eines verrauchten Bauernhauses und alarmierte umgehend die Einsatzkräfte, welche in den darauffolgenden Minuten zeitversetzt eintrafen.

Innerhalb kürzester Zeit wurde eine Löschleitung aufgebaut und mehrer Rohre nahmen den Außenangriff vor. Zeitgleich rüsteten sich zwei Atemschutztrupps aus. Der AS-Trupp der Jugendgruppe rettet eine eingeschlossene Person über die Schiebeleiter aus dem ersten Stock. Daraufhin wurde von einem Trupp der Aktivgruppe ein Innenangriff mit schwerem Atemschutz durchgeführt. Dabei wurden zwei schwerverletzte Personen gerettet und dem RK zur Erstversorgung übergeben. Die Verletzungen (vom RK geschminkt) wirkten für alle Teilnehmenden täuschend echt, sodass einige Passanten glaubten, dass es sich hierbei um einen echten Einsatz handle.

Zum Abschluss wurde vom AS-Trupp noch die Selbstrettung mittels Abseilen demonstriert. Insgesamt schauten bei dieser Vorführung mehrere Hundert Personen interessiert zu.

Ziel dieser erlebnisreichen 24 Stunden (eigentlich 26 Stunden) war es, den Jugendlichen den harten Feuerwehralltag zu veranschaulichen. Nebenbei hoffen wir, mit derartig spannenden Übungen die Stärke unserer Jugendgruppe zu erhöhen

FF St. Georgen

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