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Deutschland: Feuerwehr beschafft kleineres Fahrzeug zugunsten Nachbarwehr

Oberndorf (Deutschland): Das nennt man gute Nachbarschaft: Die Feuerwehr Ebersberg hat ein bisschen verzichtet und profitiert haben davon die Kameraden aus Oberndorf. Den Vorteil haben aber vor allem die Bürger, die im Brandfall auf diese Weise auf ein Plus an Einsatzkräften vor Ort hoffen können.

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde das Fahrzeug TLF 10/6 in Oberndorf von Pfarrer Heinrich Kurz gesegnet. Auch Bürgermeister Walter Brilmayer nahm an der Segnung teil.

Eigentlich hätte die Ebersberger Feuerwehr ein größeres Fahrzeug auf dem Wunschzettel gehabt, berichtet Kommandant Uli Proske. Aber dann kamen neue Überlegungen auf. Wenn die Kreisstädter ein bisschen zurückstecken, können die Oberndorfer aufstocken. Herausgekommen ist eine Zwillingslösung – zwei nahezu identische Fahrzeuge wurden beschafft. Eines steht jetzt in Ebersberg und war bereits eingeweiht worden, eines steht im Feuerwehrhaus in Oberndorf.

Die Oberndorfer Wehr hat etwa 100 Mitglieder und ist hauptsächlich im eigenen Ortsbereich im Einsatz, in Steinhöring, Frauenneuharting, aber auch in Ebersberg und Grafing, berichtet der Oberndorfer Kommandant Johannes Reichert. In dem neuen Fahrzeug mitgeführt werden Atemschutz, 1000 Liter Wasser (Ebersberg ein bisschen mehr), eine Wärmebildkamera, Tauchpumpe, Schmutzwasserpumpe, Tragkraftspritze, Notstromaggregat und Beleuchtungseinrichtung zum Ausleuchten der Einsatzstelle.

„Mit dieser Lösung haben wir mehr Personal vor Ort“, erklärt Uli Proske, der Ebersberger Kommandant, einen Vorzug der Zwillingslösung. In jedem Einsatzfahrzeug werden neun Personen Mannschaft zum Einsatz transportiert.
Gerade bei Unwettereinsätzen, mit denen die Feuerwehr nach Auskunft des Oberndorfer Kommandanten Johannes Reichert in Zukunft vermehrt rechnen müsse, sei das von Vorteil.

Merkur Online

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