Überflutungen nach Wolkenbruch in Wien
Wien: Nach dem Wolkenbruch Donnerstagabend, 13. Mai 2010, sind Teile Wiens kurzfristig unter Wasser gestanden. Betroffen war vor allem der Bezirk Ottakring. Zahlreiche Haushalte waren dort sowie in der Josefstadt und in Rudolfsheim-Fünfhaus ohne Strom.
Neben Ottakring waren laut Feuerwehr auch die Bezirke Mariahilf, Neubau, Hietzing und Penzing massiv betroffen. Kanäle gingen über, in zahlreiche Keller und Tiefgaragen drang Wasser ein, auch Geschäftsräume wurden beschädigt.
Laut Feuerwehr waren neben üblichen Schäden an überschwemmten Gebäuden vorerst keine Beeinträchtigungen bekannt. In einem Hinterhof brach durch die Last des Wassers ein Boden ein, Personen waren nicht in Gefahr.
Zu Behinderungen kam es für Autofahrer unter anderem auf dem Lerchenfelder Gürtel, der von einer aus einem übergelaufenen Kanal kommenden Wasserfontäne überschwemmt wurde.
Im MuseumsQuartier musste eine Pause bei der Festwochen-Produktion „Lipsynch“ von Robert Lepage verlängert werden, weil es in die Halle regnete.
Mehrere Kübel wurden in der Halle E im MuseumsQuartier am Nachmittag aufgestellt und Plastikplanen aufgehängt. Eine Wand war komplett nass, wie Besucher berichteten. Schließlich wurde die Pause des Stücks um eine Stunde ausgedehnt.
In der Lugner City wurden die Säle laut einer Zeugin während der Betriebszeiten geräumt: Kunden wurden demnach aus den Kinosälen geholt, das angesammelte Wasser reichte den Menschen bis zum Knie.
