Führende Hersteller der Fw-Bbranche entwickeln zentrale Bedieneinheit für Fzg

Die führenden Hersteller der Feuerwehrbranche (IVECO-Magirus, Rosenbauer und Ziegler) haben in einem Gemeinschaftsprojekt mit FireCAN ein innovatives System für unterschiedliche elektronische Anwendungen im Feuerwehrfahrzeug entwickelt.
Herstellerspezi¬fische elektronische Insellösungen und die aufwändige Einbindungen verschiedener Komponenten unterschiedlicher Hersteller gehören damit der Vergangenheit an. Mit dem neuen FireCAN können künftig unterschiedliche Komponenten über eine einheitliche Anwenderoberfläche bedient werden.
Aufwändige Einbindung unterschiedlicher Komponenten
Die technisch hochwertigen Fahrzeuge der großen Aufbauhersteller besitzen bereits heute ein Bussystem zur Steuerung der umfangreichen Feuerwehrtechnik. Hierbei werden jedoch herstellerspezifische Lösungen angewandt. Die Bedienungen für feuerwehrtechnische Ausstattung sind im zentralen Bedienstand zusammengefasst und von jedem Hersteller gemäß seiner Bedienphilosophie optimal gelöst.
Die Einbindung von verschiedenen Komponenten externer unabhängiger Lieferanten ist jedoch sehr aufwändig und folgt nur bedingt der Bedienphilosophie des Aufbauherstellers. Durch diese suboptimale Einbindung kann daher nicht auf den vollen Funktionsumfang der jeweiligen Komponenten zugegriffen werden, bzw. sind mehrere zusätzliche Bedieneinheiten dieser Lieferanten auf begrenzten Raum zu platzieren. Die fehlende Diagnosemöglichkeit dieser „fremden“ Einheiten durch den Aufbauhersteller führt zu Mehrkosten im Aftersales und zu längeren Standzeiten der Fahrzeuge.
Diese Situation führte 2006 bei den führenden Aufbauherstellern (IVECO-Magirus, Rosenbauer, Ziegler) zu der Erkenntnis, dass nur eine gemeinsame, einheitliche Schnittstelle zwischen Aufbau und Komponenten zu einer praktikablen Lösung führen kann. Mit dieser Entwicklung unterstreichen die beteiligten Hersteller einmal mehr ihre internationale führende Position.
In Anlehnung an bestehende Lösungen aus anderen Industriebereichen (ISO-Bus, OBD, FMS,..) wurde in zahlreichen Sitzungen der neue FireCAN-Standard spezifiziert.
FireCAN basiert auf der CAN-Technologie
FireCAN nutzt als Technologie das automotiv bewährte CAN-Protokoll auf Basis CANopen. Genormte Steckverbindungen garantieren eine Austauschbarkeit der Komponenten unterschiedlicher Hersteller – Plug-and-Play.
Aktuell umfasst der Standard die Komponenten:
• Kennsignaleinheit u.a. nach DIN 14620
• Ladegerät u.a. nach DIN 14679
• Lichtmast
• Generator nach DIN 14685, DIN 14686, DIN 14687
• Tragkraftspritze u.a. nach DIN EN 14466
• Seilwinde u.a. nach DIN 14584
Dieser Standard wird weiter ausgebaut und gegenwärtig von über 25 namhaften Unternehmen unterstützt.

Verbesserter Bedienkomfort für die Feuerwehren
FireCAN garantiert den optimalen Überblick und mehr Bedienkomfort durch Information über zentrale Bedieneinheiten:
• Komplette Bedienung aus einem Guss
• Einheitliche Bedienphilosophie des Aufbauherstellers für unterschiedliche Systeme im Feuerwehraufbau
• Verfügbarkeit zusätzlicher, für den jeweiligen Einsatzfall hilfreicher Informationen
• Mehr Bedienkomfort für den Feuerwehrmann
• Bessere Kontrolle durch zentrale Überwachungseinrichtung
• Größeres Produktangebot / Wahlfreiheit bei Komponenten mit einfacherer Anbindung an das Fahrzeug aufgrund der Schnittstellenstandardisierung
Zentrale Diagnose der eingebundenen Komponenten
FireCAN reduziert Ihren finanziellen Aufwand durch weniger Anpassarbeiten und geringere Servicekosten:
• Genauere Diagnose aller am FireCAN angeschlossenen Komponenten möglich
• Zentrale Diagnoseinformation für den Anwender über Displayeinheiten möglich
• Reduzierte Standzeiten
• Geringere Kundendiensteinsätze durch detaillierte Diagnosefähigkeit
• Ferndiagnose für alle Komponenten des Feuerwehraufbaues möglich
• Geringere Instandhaltungskosten über gesamte Lebensdauer des Fahrzeuges
• Qualitätssteigerung durch erprobte automotive Schnittstelle
• Zukunftssicher durch Standardisierung
Erstmalige Präsentation auf der Interschutz 2010
Dieses innovative System wird auf der Interschutz erstmalig eingeführt und wird bei zahlreichen Ausstellern präsentiert, diese sind am weit sichtbaren FireCAN Logo erkennbar. Außerdem gibt es einen Fachvortrag am Dienstag 8.Juni 2010, Beginn 9 Uhr im Saal 4, Ebene +1 zu dem man herzlich einladen möchte.
Beitragsautoren:
• Dipl.-Ing. (FH) Frank Wälde, Leiter Konstruktikon Elektrik und Steuerungstechnik bei der IVECO MAGIRUS Brandschutztechnik GmbH
• Dipl.-Ing. Oliver Hrazdera, Leiter Entwicklung Elektrik & Elektronik bei der Rosenbauer International AG
• Dipl.-Ing. (FH) Rochau, Leiter Konstruktion Elektrik und Elektronik bei der Albert Ziegler GmbH & Co. KG, Feuerwehrgerätefabrik und Schlauchweberei
FireCAN wird von folgenden Firmen unterstützt:

