Oö: Aus Brandmeldealarm wurde Gefahrenguteinsatz
Marchtrenk (Oö): Zu einem Brandmeldealarm bei einem Kunstoffverarbeitenden Betrieb wurden die Männer der Feuerwehren Marchtrenk und Kappern in der Nacht vom 09. Oktober 2009 um 23.22 Uhr gerufen.
Unverzüglich rückte der Löschzug (SLFA, DLK, TLF 10.000 und ÖEF) aus. Die erste Lageerkundung durch Einsatzleiter OBI Ortmair ergab, dass ein 1.000 Liter Palettentank stark zu rauchen begonnen hatte. Darin befand sich eine Lauge mit der UN-Nummer „3266“, welche zur Verarbeitung der Metalle benötigt wird. Da die weitere Reaktion der Flüssigkeit ungewiss war, wurde der Behälter ins Freie gebracht und ein Spezialist der Firma angefordert.

Der rauchende Behälter hatte eine Temperatur von über 90° Celsius und wurde mittels 3-C Rohren gekühlt.
Auslöser für die Reaktion waren „falsche“ Metallteile in dem Tank. Anschließend wurden 2 Mann mit Schutzanzügen (Stufe 2) ausgerüstet um die Säure in Auffangbehälter umzufüllen – somit konnten die heißen Metallteile aus dem Behälter entfernt und die Reaktion gestoppt werden.

Ein ersthelfender Mitarbeiter der Firma wurde mit Verdacht auf Verätzung der Atemwege ins Klinikum Wels eingeliefert.
Im Einsatz standen insgesamt 33 Mann der Feuerwehren Marchtrenk, Kappern und Wels, sowie drei Helfer vom Roten Kreuz und zwei Mann der Polizei.

