Österreich/Griechenland: Kein Bundesheer- und Feuerwehr-Einsatz in Griechenland
Österreich / Griechenland: Das österreichische Bundesheer fliegt vorerst doch nicht nach Griechenland, um bei der Bekämpfung der bedrohlichen Waldbrände zu helfen. Ein Bundesheer-Kontingent von 40 Mann hätte am 24. August 2009 von Hörsching nach Griechenland aufbrechen sollen.
Um 11.00 Uhr hätten sich die Soldaten am Montag auf den Weg Richtung Griechenland machen sollen. Mit einer Hercules-Transportmaschine, drei Pilatus-Aufklärern und drei Hubschraubern vom Typ Agusta-Bell 212.
Doch noch in der Nacht wurde die Aktion vom Verteidigungsministerium abgeblasen. Grund dafür war eine Mitteilung der griechischen Zivilschutzbehörde, in der stand, dass es in der derzeitigen Situation wenig zweckmäßig sei, Löschflugzeuge mit weniger als 5.000 Liter Wasser Kapazität zu schicken. Die drei Bundesheer-Hubschrauber können jedoch nur je 1.000 Liter Löschwasser pro Flug aufnehmen.
Die Soldaten in Hörsching und auch die Feuerwehrmänner des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes, die sie begeleiten sollten, bleiben daher vorerst zuhause. Das Angebot sei aber weiterhin aufrecht, heißt es aus dem Verteidigungsministerium. Zuletzt hatte Österreich bei den verheerenden Waldbränden 2007 Löschmannschaften nach Griechenland geschickt. Sie waren damals auf der Insel Euböa eingesetzt gewesen.
Hilfe aus dem Ausland erwartet: Die Waldbrände im Norden von Athen wüten weiter. Auch am Morgen des 24. August 20009 war die Lage nach Angaben der Feuerwehr sehr schwierig und gefährlich. Es gibt Hunderte Brandherde. Inzwischen kommt immer mehr Hilfe aus dem Ausland. Per 24. August werden zwei weitere Brandbekämpfungs-Flugzeuge aus Frankreich erwartet. «Die Lage bleibt schwierig. Sehr schwierig», sagte der griechische Regierungschef Kostas Karamanlis nach einem Besuch der Feuerwehr-Zentrale in Athen.
