Stmk: Brand im Schulzentrum – 500 Personen evakuiert -> Großübung
Deutschfeistritz (Stmk): Am Freitag, dem 8 .Mai 2009, schrillte im Schulzentrum von Deutschfeistritz kurz nach Schulbeginn plötzlich der Feueralarm auf. Im Gebäude der Peter-Tunner-Hauptschule war es im 1.OG zu einem Brand gekommen.
49 Schüler und Lehrer konnten sich nicht mehr über das Stiegenhaus retten und waren in ihren Klassenzimmern gefangen. Das gesamte Schulzentrum – insgesamt rund 500 Personen – musste evakuiert werden.

Für die Feuerwehren der Marktgemeinde Deutschfeistritz, der Teleskopbühne Sappi/Gratkorn (TB 37) und für die umliegenden Einsatzorganisationen wurde um 08.10 Uhr Alarm ausgelöst. Mehr als 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettung und Polizei rückten unverzüglich zum bereits komplett verrauchten Schulgebäude aus.
Dort spielten sich mittlerweile dramatische Szenen ab. Die einzelnen Schulklassen wurden evakuiert und zum Sammelpunkt auf den Sportplatz gebracht. Aus einigen Klassen des 1.OG beugten sich die eingeschlossenen Schüler und Lehrer bereits aus dem Fenster und riefen um Hilfe.

Aber der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Deutschfeistritz, HBI Harald Purgay, behielt stets den Überblick über die Lage und entschied sich nach Rücksprache mit dem Brandschutzbeauftragten der Schule zu zwei parallel stattfindenden Rettungsvarianten.
So drangen mehrere Trupps mit schweren Atemschutzgeräten über das verrauchte Stiegenhaus in den ersten Stock vor und führten die Rettung der Schüler aus dem Osttrakt mittels Fluchthauben durch. Gleichzeitig wurde die TB 37 im westlichen Teil des Gebäudes in Stellung gebracht, um die Schüler und Lehrer mittels Rettungskorb und über den Rettungsschlauch aus dem Physik- und Chemiesaal sowie der danebenliegenden Klasse zu retten.

Nach nicht einmal einer dreiviertel Stunde seit Alarmauslösung waren alle 49 Personen aus dem brennenden Schulgebäude gerettet und wohlauf.
Dieses Szenario war glücklicherweise nur eine groß angelegte Evakuierungsübung, bei der das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften und der Schule im Falle eines Großereignisses geübt wurde. Und gleichzeitig war diese Übung auch der Schlusspunkt einer Schwerpunktaktion „Sichere Schule“. Denn bereits in den letzten beiden Wochen zuvor wurden die Schüler der Hauptschule durch die Feuerwehr Deutschfeistritz und dem steirischen Zivilschutzverband einer intensiven Schulung über Entstehungsbrandbekämpfung und vorbeugendem Brandschutz unterzogen.

Und das Ergebnis dieser Ausbildung trug Früchte: Die Kinder und Lehrer haben sich vollkommen richtig verhalten. Nachdem sie erkannten, dass der Weg in das Freie über das verrauchte Stiegenhaus lebensgefährlich gewesen wäre, haben sie sich in ihre Klassenzimmer zurückgezogen, die Fenster geöffnet sowie die Türen zum Brandherd mit Tüchern abgedichtet und auf die Rettung durch die Feuerwehr gewartet. Dies bestätigte auch der Leiter der Peter-Tunner-Hauptschule von Deutschfeistritz, HDir Helmut Tippl, der von einer gelungen Übung in allen Belangen sprach.
