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Nö: Wehr-„Hochzeit“ in Gedersdorf

Gedersdorf / Stratzdorf (Nö): Am vergangenen Samstag, dem 24. Jänner 2009, haben die bisherigen Feuerwehren Gedersdorf und Brunn-Stratzdorf die Auflösung beschlossen und eine neue Wehr gegründet.

Seit vergangenem Samstag sind die bisherigen Feuerwehren Gedersdorf und Brunn-Stratzdorf Geschichte: Die beiden Wehren haben sich freiwillig aufgelöst und gemeinsam die „neue“ Feuerwehr Gedersdorf gegründet: Das Ende einer 125-jährigen Ära und der Neubeginn in eine schlagkräftigere Zukunft!
Vor rund eineinhalb Jahren wurde erstmals über eine Zusammenlegung der beiden Feuerwehren beratschlagt. Konkret wurde dieses Thema dann im April des vergangenen Jahres. Bei den Mitgliederversammlungen der beiden Feuerwehren am vergangenen Samstag im Gasthaus Kreitner in Stratzdorf wurden dann Auflösung und Neugründung besiegelt.

Landtagspräsident Ing. Johann Penz ortete in diesem Vorgehen eine „historische Entscheidung“ und dankte den Mitgliedern beider Wehren für die richtungsweisende Wahl und für die hervorragenden Leistungen der vergangenen Jahrzehnte. Die neue Wehr zählt 110 Mitglieder, davon 12 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Fünf der Mitglieder der Vorgängerwehren haben sich noch nicht entschieden, der neuen Feuerwehr beizutreten. 76 Mitglieder waren bei der Sitzung anwesend.
Albert Bauer, Kommandant der bisherigen Feuerwehr Brunn-Stratzdorf, wurde mit 74 der 76 abgegebenen Stimmen zum Chef gewählt. Erich Berger, Kommandant der „alten“ Feuerwehr Gedersdorf, wurde dessen Stellvertreter (ebenfalls 74 Stimmen). Ferdinand Waldum wurde zum Leiter des Verwaltungsdienstes bestellt. Die bisherigen Stellvertreter der Kommandanten, Franz Kalchhauser junior (Gedersdorf) und Herbert Stierschneider (Stratzdorf) wurden zu Feuerwachekommandanten.

Der neue Kommandant deklarierte auch gleich die Ziele der nächsten Zeit: intensive Ausbildung, Förderung der Jugend, höheres Engagement bei Leistungsbewerben und als Fernziel ein neues, größeres FF-Haus.
Bürgermeister Franz Gartner begrüßte die Fusionierung und glaubt dadurch an eine größere Effizienz. Er ortete aber auch einen „Wermutstropfen“: „Schade, dass nicht auch die Feuerwehren Theiß und Donaudorf diesen Weg beschreiten!“, meinte das Gemeindeoberhaupt.

Niederösterreichische Nachrichten

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