Deutschland: Verkohlte Leiche im Brandschutt in Börninghausen gefunden

Börninghausen (Deutschland): Am Dienstagmittag, dem 2. Dezember 2008, ist im Brandschutt des Hauses am Fliegenburgweg eine verkohlte Leiche gefunden worden. Der anfängliche Verdacht hat sich bestätigt.
Nachdem ein 40-jähriger Börninghausener am Montagmittag zwei SMS mit der Ankündigung seines Siuzides an nahestehende Freunde versandte, stand plötzlich sein Wohnhaus, das er gemeinsam mit seinem 14-jährigen Sohn bewohnt, in Flammen. Der Brand wurde im Laufe des Nachmittags durch die alarmierte Feuerwehr gelöscht, vermisst wurde jedoch seit diesem Zeitpunkt der 40-jährige Hauseigentümer. Sein Sohn befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches noch in der Schule.
Anfängliche noch am Abend und in der Nacht fortgesetzte Suchaktionen nach dem Mann blieben ohne Erfolg. Am Dienstagmittag war der Brandort so weit abgekühlt, dass die Brandermittler der Polizei mit der Untersuchung der Brandursache beginnen konnten. Ebenso konnten die Beamten bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausschließen, ob sich Personen in dem Haus befanden.

Unterstützt wurden die Kriminalbeamten bei der Spurensuche von zwei Brandmittelspürhunden und einem Leichenspürhund der Polizeihundeschule in Stukenbrock. Gegen 14.00 Uhr schlugen zunächst die Brandmittelspürhunde an verschiedenen Stellen im Haus an. Für die Ermittlungsbeamten liegt daher der Verdacht nahe, dass als Brandursache die Verwendung von Brandbeschleunigern zu vermuten ist. Um welchen Stoff es sich dabei gehandelt hat bleibt noch zu untersuchen. Im Bereich der ehemaligen Diele im Erdgeschoss schlug schließlich der Leichenspürhund an. Die Beamten fanden an dieser Stelle einen stark verkohlten Körper. Der Leichnam wurde geborgen und durch ein Bestattungsunternehmen in die Pathologie des Lübbecker Krankenhauses gebracht. Hier wird am Mittwoch, 3.12.2008, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bielefeld eine Obduktion stattfinden. Ziel soll die Klärung der Todesursache aber auch die letztendlich sichere Identifizierung des Leichnams sein. Der Brandort bleibt bis zum Abschluss der polizeilichen Untersuchungen beschlagnahmt.
Vorausgehende Meldung: Nach einem Wohnungsbrand in Preußisch Oldendorf-Börninghausen (Kreis Minden-Lübbecke) sind die Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr auf der Suche nach dem 40-jährigen Hausbewohner. Das ältere Einfamilienhaus wurde am Montagmittag ein Raub der Flammen. Ob sich der Mann möglicherweise noch in dem Haus befand, als das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar.
Um kurz vor 13.00 Uhr wurden die Rettungskräfte über dem Brand im Fiegenbrink unterrichtet. Das Feuer vernichtete das Haus, wobei die Polizei von einem so genannten „Totalverlust“ spricht. Nach einer ersten Schätzung der Beamten dürfte der Schaden bei rund 120.000 Euro liegen.
Zum Zeitpunkt des Brandes war der mit im Haus lebende 14-jährige Sohn noch in der Schule. Er wurde wenig später von seiner Mutter -die Eheleute leben getrennt- in Obhut genommen. Da die Brandstelle einsturzgefährdet ist, konnten die Ermittler der Mindener Polizei das Haus noch nicht betreten. Daher können die Brandexperten derzeit noch keine Angaben über die Ursache des Feuers machen.
Lediglich der Feuerwehr gelang es zunächst das Haus grob nach dem 40-Jährigen abzusuchen. Dabei entdeckten sie keinerlei Hinweise auf den Verbleib des Mannes. Um aber ganz sicher zu gehen, dass sich niemand unter den Trümmern befindet, suchen noch immer spezielle Hunde einer Rettungsstaffel der Johanniter nach dem Vermissten.
