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Deutschland: Großbrand in der Berliner Philharmonie

Berlin (Deutschland): In der Berliner Philharmonie ist am frühen Nachmittag des 20. Mai 2008 ein Feuer ausgebrochen. Aus dem weltbekannten Gebäude trat eine weithin sichtbare Rauchwolke aus. Meldungen, nach denen während des Brandausbruchs ein Konzert stattfand, bestätigten sich nicht.

In der Berliner Philharmonie ist aus bisher unbekannter Ursache ein Großbrand ausgebrochen. Das berichtete die Feuerwehr. Aus dem weltbekannten Gebäude trat eine weithin sichtbare Rauchwolke aus. Die Philharmonie wurde inzwischen geräumt.

Die Besucher hätten sich nach ersten Erkenntnissen ins Freie gerettet und seien nicht mehr in Gefahr, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

110 Einsatzkräfte der Polizei: Anwohner hatten nach Angaben der «Berliner Morgenpost» den Brand bemerkt. Die Feuerwehr ist mit 20 Fahrzeugen und 110 Einsatzkräften am Ort. Das Feuer war gemäß der Polizei nach starker Rauchentwicklung im oberen Bereich des verschachtelten Gebäudes zwischen Ehrenloge und Dach entdeckt worden. Möglicherweise ist eine Loge in Brand geraten. Die Flammen schlugen durch das Gebälk. An der Fassade wurde eine Sprinkler-Anlage ausgelöst, die womöglich Schlimmeres verhindert hat.
Wie viele Personen sich ursprünglich im Gebäude aufhielten, ist noch unklar. Ursprünglich war davon die Rede, dass während des Brandausbruch ein Konzert in der Philharmonie stattgefunden hat. Diese Meldungen bestätigten sich jedoch nicht. Die in den Jahren 1960 bis 1963 nach einem Entwurf von Hans Scharoun errichtete Philharmonie ist Teil des Berliner Kulturforums im Tiergarten. Sie liegt in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes am südlichen Rand des Tiergartens. Das mehr als 50 Meter hohe, zeltartige Gebäude ist eines der Wahrzeichen Berlins und Heimstatt der Berliner Philharmoniker. Es ist weltberühmt nicht nur für seine Architektur, sondern auch für seine Akustik.

Im Unterschied zu gewöhnlichen Konzertsälen findet sich die Bühne der Philharmonie in der Mitte des Großen Saals. Um sie herum steigen die Zuschauerränge steil auf. Sinn der Konstruktion ist, die Trennung zwischen Orchester und Publikum weitgehend aufzuheben. Der Große Saal bietet fast 2.500 Sitzplätze, der nebenan gelegene Kammermusiksaal, in dem Bühne und Publikumsbereich konventionell angeordnet sind, 1.180.

Neue Züricher Zeitung

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