Stmk: Ex-Feuerwehrmann als Brandstifter zu zwei Jahren Haft verurteilt
Steiermark: Wegen mehrfacher Brandstiftung musste sich ein ehemaliger Feuerwehrmann vor Gericht verantworten. Der 21-Jährige wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Der Reiz des Feuers hat bei dem jungen Mann pathologische Ausmaße angenommen, erklärt der Gerichtspsychiater. Das dürfte schließlich dazu geführt haben, dass der 21-Jährige zwei Brände legte.
Innerhalb von 14 Monaten hatte der Mann am Bauernhof des Nachbarn einen Stall und einen Geräteschuppen in Brand gesteckt und dabei einen Schaden von über 150.000 Euro verursacht. Beide Male zündete er trockenes Heu mit einem Feuerzeug an. Anschließend war er als freiwilliger Feuerwehrmann selbst beim Löscheinsatz dabei.
Der Nachbar muss sich noch heute mit der Versicherung über die Höhe des Schadenersatzes herumschlagen. Warum er ausgerechnet auf dem Nachbargrundstück Feuer gelegt hat, kann der Angeklagte nicht wirklich begründen, denn Streit habe es eigentlich keinen gegeben.
„Ich war immer sehr verschlossen, ich habe mit niemandem über meine Probleme gesprochen. Nur bei der Feuerwehr, da habe ich mich wohl gefühlt, da habe ich mich nützlich machen können. Daheim am Bauernhof hat nichts gepasst. Ich war beruflich im Stress und es hat mich alles angezipft,“ so der Angeklagte.
Der Mann war zum Tatzeitpunkt voll zurechnungsfähig, sagte der Gerichtspsychiater. Die Staatsanwältin bezeichnete ihn aufgrund des vorliegenden psychiatrischen Gutachtens als pathologischen Brandstifter.
Das Urteil – zwei Jahre unbedingte Haft und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher – ist noch nicht rechtskräftig.
