Brand

Wien: Türen offen gelassen -> Massiver Flammenüberschlag bei Brand

Wien (22. Bezirk): In die Lorenz-Kellner-Gasse musste die Berufsfeuerwehr Wien um 21.00 Uhr des 19. April 2008 zu einem Zimmerbrand ausrücken. Laut Aussagen des betroffenen Wohnungsinhabers war dieser mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen, wodurch sein Bett in Brand gesetzt worden war.

Er erwachte und konnte flüchten, wobei er aber die Wohnungseingangstüre zum Stiegenhaus offen ließ. Dadurch konnte sich der Brand sowohl über das Fenster und die Fassade wie auch in das Stiegenhaus hinein entwickeln. Bei Eintreffen der Feuerwehr bestand ein massiver Flammüberschlag aus dem Fenster in den 2. Stock, der mittels eines Rohres im Aussenangriff bekämpft wurde. Im Stiegenhaus schlugen die Flammen ebenfalls bis in den 2. Stock. Dort erfolgte der Innenangriff unter gleichzeitiger Druckbelüftung mit einem Rohr unter Atemschutz.

Einige Personen, die aus den Fenstern um Hilfe riefen, wurden von der DL/FL aus beruhigt. Gleichzeitig wurde das Stiegenhaus unter Atemschutz von einem weiteren Trupp begangen, der die Eingeschlossen rettete. Insgesamt wurden 7 Personen – darunter ein Baby – gerettet, vier Personen mussten nach Versorgung durch den K-Zug der Rettung in spitalsärztliche Betreuung gebracht werden. Um eventuell Verunfallte aufzufinden, wurde eine versperrte Türe im Brandgeschoss gewaltsam geöffnet, es war aber niemand anwesend.

Wegen der starken Beflammung der Treppe wurde zur Untersuchung der Perm. Ing. verständigt. Zwecks begleitender Hilfemaßnahmen kam ein Vertreter der MD – KS an die Einsatzstelle. Im Zug der Zusammenräumarbeiten wurden einige Türen sperrbar gerichtet, vom Störtrupp der Gaswerke wurde die von der Feuerwehr abgeschaltete Hausgasanlage untersucht und soweit als möglich wieder in Betrieb genommen. Die Fernwärme Wien, derer Heizleitungen ebenfalls beflammt worden waren, wird schriftlich verständigt.

Eine Nachuntersuchung wurde vom 1.RLF „FI“ für 01:OO Uhr angesetzt. Einsatzende: 22.22 Uhr.

Berufsfeuerwehr Wien

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