Technisch

Tirol: Wohnwagen bei Unfall in zwei Teile gerissen -> Person eingeklemmt

Eben am Achensee (Tirol): Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Wohnwagengespann hat sich Sonntagnachmittag, dem 13. April 2008, in Eben am Achensee ereigent. Ein Autofahrer kam von der Straße ab und stürzte über eine Böschung. Dabei wurde der Wohnwagen in zwei Teile zerrissen.

Feuerwehreinsatzleiter Wolfgang Paregger koordinierte die Rettung. Er sagt gegenüber Radio Tirol: Der Fahrer sei hinter dem Lenkrad eingeklemmt gewesen und musste von der Feuerwehr mit der Bergeschere befreit werden, so Paregger.
Die beiden Deutschen, der Lenker und seine Frau, wurden beim Unfall verletzt. Während die Frau schwer verletzt und nach der Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber in die Klinik nach Innsbruck geflogen wurde, kam der Fahrer nach ersten Informationen mit leichteren Verletzungen davon und wurde ins Krankenhaus nach Schwaz gebracht. Insgesamt 30 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Eben standen im Einsatz, dazu Polizei und Rettung.

ORF Tirol

Bericht der Feuerwehr Eben:
In Maurach auf der B181 hat sich am Nachmittag des 13. April 2008 ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Wohnwagengespann ist aus bisher unbekannter Ursache von der Bundesstraße abgekommen und in ein mehrere Meter darunter liegendes Bachbett gestürzt. Das Fahrzeug kam auf dem Dach zu liegen, in dem sich zwei Personen befanden. Die Beifahrerin konnte von den eintreffenden Rettungsmannschaften des Roten Kreuzes bereits geborgen werden, der Lenker wurde in seinen Fahrzeug schwer eingeklemmt.

Als Erstmaßnahmen wurden Sicherungsarbeiten durchgeführt, um ein Abrutschen des Fahrzeuges zu verhindern. Weiters wurde der Brandschutz aufgebaut und das völlig demolierte Fahrzeug für die anschließende Bergung entsprechend mit Kanthölzern unterbaut. Nachdem die eingeklemmte, jedoch ansprechbare Person vom Notarzt entsprechend erstversorgt wurde, konnte mit der eigentlichen Befreiung des Verletzten mittels hydraulischen Rettungsgeräten (Schere, Spreizer und Stempel) begonnen werden.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde konnte die eingeklemmte Person endlich befreit dem Rettungsdienst übergeben werden. In der Zwischenzeit wurde die Beifahrerin vom Notarzthubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Bergung des Wohnwagengespannes erwies sich allerdings schwierig. Der Pkw konnte in kurzer Zeit mittels herbeigerufenen Kran geborgen werden, der Wohnwagen selbst jedoch wurde bei dem Unfall in seine Einzelteile zerlegt, sodass eine händische Bergung durch die Feuerwehrkräfte notwendig war, da dieser einer Bergung mittels Kran nicht mehr Stand hielt.

Diese Bergung dauerte weitere zwei Stunden, in der Zwischenzeit war die B181 für den gesamten Verkehr gesperrt, welcher über die Ortsstraße umgeleitet wurde. Gegen 16.30 Uhr konnten die eingesetzten Mannschaften wieder einsatzbereit ins Gerätehaus einrücken.

Freiw. Feuerwehr Eben

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