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Oö: Brandschutz-Vorsorge für kommunale Bauten und Altenheime

Oberösterreich: Steigende architektonische Ansprüche und die Verwendung komplexer Materialien und Bauformen stellen bei kommunalen Bauprojekten eine besondere Hausforderung für die Brandschutztechnik dar. Ziel von Feuerwehr-Landesrat Dr. Josef Stockinger ist es, dass öffentliche Gebäude hohe Sicherheitsstandards im Brandschutz aufweisen.

Das Land Oberösterreich bietet daher in Zusammenarbeit mit der Brandverhütungsstelle ein Beratungs-, Prüf- und Überwachungspaket für vorbeugenden Brandschutz sowie gezielt abgestimmte Brandschutzkonzepte an.

Feuerwehr-Landesrat Stockinger hat die Brandverhütungsstelle für Oberösterreich im Februar 2008 außerdem beauftragt, einen Prüfschwerpunkt für die älteren Bauwerke der etwa 160 Alten- und Pflegeheime in Oberösterreich anzubieten.

Gerade bei Pflegeheimen und Krankenhäusern, wo das Prinzip der Selbstrettung nicht funktioniert, kommt dem Vorbeugenden Brandschutz eine besondere Bedeutung zu. Dabei genügt es nicht, alleine dem baulichen Brandschutz – also zum Beispiel der Rauch- und Brandabschnittsbildung – genüge zu tun, auch die zwei anderen Säulen des Brandschutzes müssen darauf abgestimmt sein. Dabei handelt es sich um den technischen Brandschutz, also zum Beispiel um das klaglose Funktionieren von Brandmeldeanlagen für eine Brandfrüherkennung mit richtiger Alarmierung, sowie dem organisatorischen Brandschutz und damit dem richtigen Verhalten des verantwortlichen Personals. „Wenn Alarm ausgelöst wird, müssen die Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern wissen, was zu tun ist, um die Evakuierung gemäß dem Alarmplan und mit der richtigen Prioritätensetzung einleiten zu können“, erklärt dazu Dr. Arthur Eisenbeiss, Direktor der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ. Nur wenn mit dem baulichen, dem technischen und dem organisatorischen Brandschutz alle drei Säulen des Vorbeugenden Brandschutzes aufeinander abgestimmt sind, könne man von Brandsicherheit reden.

Aus diesem Grund werde bei einer Prüfung der oberösterreichischen Pflegeheime und Krankenhäuser durch die BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ das Augenmerk nicht alleine auf die bauliche Komponente gelegt, sondern das Gesamtsystem überprüft. „Wir werden dabei einen Schwerpunkt auf die kontinuierliche Weiterbildung des geschulten Personals legen und vereinzelt Räumungsübungen durchführen. Können dabei durch qualifizierte Beobachter Verbesserungsvorschläge abgeleitet werden, so werden wir die Erkenntnisse an alle Pflegeheime und Krankenhäuser weiterleiten, so Eisenbeiss.“

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