Salzburg alarmiert nun einheitlich
Salzburg: Im Land Salzburg verzeichnen die Feuerwehren alljährlich zwischen 10.000 und 12.000 Einsätze. Die Alarmierung zu diesen Ausrückungen in den Landbezirken wird in Salzburg spätestens ab Frühjahr nächsten Jahres zentral über die neue Landes-Alarm- und Warnzentrale (LAWZ) in Salzburg-Maxglan erfolgen. Die für das Feuerwehrwesen und den Katastrophenschutz ressortzuständige Landeshauptfrau Gabi Burgstaller wurde am Dienstag von Landesfeuerwehrkommandant Anton Brandauer durch die neue Zentrale in der Landesfeuerwehrschule, Karolingerstraße 30, geführt.
Allein die technische Ausstattung der LAWZ kostet rund 2,5 Mill. Euro. Vor rund einem Monat wurde damit begonnen, die Alarmierung der Bezirke über die neue ‚Drehscheibe‘ auszulösen. Umgestellt sind bereits der Pongau und weite Teile des Flachgaus, bis März 2005 sollen die übrigen Bezirke folgen. Bisher wurde die Alarmierung durch die Bezirkszentralen durchgeführt, was den Nachteil hatte, dass es eine äußerst uneinheitliche Struktur gab, da die Notrufe teilweise beim Roten Kreuz, teilweise bei der Gendarmerie oder bei anderen Stellen eingegangen sind.
Die Errichtung der neuen Landes-Alarm- und Warnzentrale wird vom Land Salzburg finanziell unterstützt. Diese Zentrale wird künftig für alle Einsatzorganisationen und Behörden – von der Bergrettung bis zum Bundesheer – zur Informationsdrehscheibe in Katastrophen und Unglücksfällen, die rund um die Uhr mit professionell ausgebildetem Personal besetzt ist. Integriert in die Zentrale ist auch die Sturmwarnung für Salzburgs Seen sowie das Strahlen-Frühwarnsystem.
Zur Verfügung stehen hier vier gleichwertige Arbeitsplätze. Diese Kapazität sei für Großschadensfälle notwendig, erläuterte Landesfeuerwehrkommandant Brandauer. Zusätzlich gibt es auch jeweils noch einen gleichwertigen Arbeitsplatz in den bisherigen Bezirkszentralen, so dass im Notfall Auslagerungen in Bezirke möglich sind und Ausfälle kompensiert werden könnten.
