Nö: Hochwassersituation im Bezirk St. Pölten
St.Pölten (Nö): Im Stadtgebiet von St. Pölten ist der Pegelstand der Traisen rapide angestiegen, aus diesem Grund wurde nach Absprache von Bürgermeister Mag. Stadler und Branddirektor Dietmar Fahrafellner die höchste Hochwasseralarmstufe ausgerufen. Dazu wurde der Bezirksführungsstab des BFKDO sowie der behördliche Führungsstab einberufen.
Situation um 09.00 Uhr:
-In St. Pölten – Ochsenburg wird ein Katastrophenhilfszug des Bezirkes St. Pölten zur Unterstützung bei Sicherungsarbeiten (Sandsackaufbau) eingesetzt.
-In St. Pölten–Wagram wird der mobile Hochwasserschutz aufgebaut.
-In Tradigist (Pielachtal) wird ebenfalls ein Katastrophenhilfszug des Bezirkes St. Pölten eingesetzt.
-Im Bereich Neulengbach und Umgebung sind großteils zahlreiche Keller überflutet.
Von der Bezirksalarmzentrale St. Pölten, welche mit zusätzlichen Disponenten besetzt ist, wurden bis jetzt 44 Feuerwehren zu Hochwassereinsätzen alarmiert.

UPDATE
Der Pegelstand der Traisen sowie auch Teile der Pielach sind weiterhin steigend. Für die Sicherungs- und Auspumparbeitenarbeiten wurden weitere Feuerwehren aus dem Bezirk St. Pölten in die Region Stadtgebiet St. Pölten alarmiert. Gegen 09.45 kam es in Pottenbrunn zu einem Dammbruch an der Traisen, umgehend wurden Feuerwehren sowie Kräfte des Magistrats St. Pölten zur Dammsicherung verständigt. Bürgermeister Mag. Stadler, Branddirektor Dietmar Fahrafellner sowie der städt. Baudirektor, DI Rameis überzeugten sich vor Ort selbst von der derzeitigen Situation an der Traisen.
Situation um 11.00 Uhr:
-In St. Pölten–Ochsenburg arbeitet die Feuerwehr Ochsenburg sowie weitere Feuerwehren aus dem Bezirk St. Pölten an der Dammsicherung.
-Im Raum Unterradlberg/Pottenbrunn sind mehrere Feuerwehren mit Sicherungsarbeiten nach dem Dammbruch eingesetzt, dieser konnte bereits geschlossen werden.
-In St. Pölten–Wagram wurde der mobile Hochwasserschutz aufgebaut.
-In Tradigist und Kirchberg (Pielachtal) werden die örtlichen Kräfte durch Feuerwehren aus des Bezirkes St. Pölten unterstützt, hier wurde bereits mit Auspumparbeiten begonnen.
-Im Bereich Neulengbach und Umgebung sind weiterhin zahlreiche Keller überflutet.
-Um für weitere Einsätze gerüstet zu sein, wurde der 3. Zug der St. Pöltener Katastrophenhilfsdienstes alarmiert und in Bereitschaft versetzt.
Von der Bezirksalarmzentrale St. Pölten, welche mit zusätzlichen Disponenten besetzt ist, wurden bis jetzt rd. 60 Feuerwehren mit über 70 Fahrzeugen und 700 Einsatzkräften zu Hochwassereinsätzen alarmiert.

2.UPDATE
Der Pegelstand der Traisen sowie auch Teile der Pielach sind im Süden des Bezirkes St. Pölten weiterhin gleichbleibend bis sinkend. Die Sicherungsarbeiten an der Traisen werden aufrecht gehalten sowie die Entwicklung der Wasserstände weiter beobachtet.
Mittlerweile hat sich die Hochwassersituation auch im Bereich Traismauer, wo die Traisen in die Donau mündete, verschärft. Eine Badesiedlung in der ehemaligen Traiseneinmündung droht überflutet zu werden.
Umgehend wurden von der FF St. Pölten – Stadt sowie aus dem Bezirk Horn Hochleistungspumpen angefordert, welche bis zu 18.000 Liter pro Minute Wasser fördern können.
Situation um 14.30 Uhr:
-In St. Pölten–Ochsenburg werden die Dammsicherungen überwacht.
-Im Raum Unterradlberg/Pottenbrunn wurde die Dammsicherungen abgeschlossen und werden beobachtet.
-In St. Pölten–Wagram bleibt der mobile Hochwasserschutz aufrecht.
-In Tradigist und Kirchberg (Pielachtal) laufen die Auspump- und Straßenreinigungsarbeiten weiter, dies gilt auch für den Bereich Neulengbach.
Derzeit stehen 47 Feuerwehren mit 438 Mitgliedern und 58 Fahrzeugen im Einsatz.
