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Schweiz: Waldbrand von Tessin ausgebreitet – 80 Hektar betroffen

Schweiz: Der Waldbrand im Tessin hat sich am Dienstag, dem 24. April 2007, weiter ausgebreitet. Laut der Feuerwehr war eine Fläche von rund 80 Hektaren betroffen.

Weiter in Richtung Centovalli ausgebreitet hat sich der seit Montag oberhalb von Ronco am Langensee wütende Waldbrand. Am Dienstag standen zwei Superpuma-Helikopter sowie drei weitere kleinere Helikopter im Löscheinsatz. Das Löschwasser wurde direkt aus dem Langensee sowie aus bereitgestellten Becken geholt. Zudem bekämpften über 30 Feuerwehrleute die drei Feuerfronten, wie die Feuerwehr bekannt gab.
Auch Gebiet von Brissago betroffen. Inzwischen hat der Brand auch Waldgebiet der benachbarten Gemeinde Brissago erfasst. Wohnhäuser seien allerdings vorerst keine gefährdet, hiess es. Die Ursache des Feuers war auch am Dienstag vorerst nicht bekannt.

Zu einem Flurbrand am Waldbrand kam es am Montagabend, 23. April 2007, auch in St. Gallen. Er konnte jedoch gelöscht werden. Die Brandursache war laut der Stadtpolizei zunächst nicht bekannt, könnte aber von vom nahen Wanderweg weggeworfenen Raucherwaren herrühren.
Sieben Kantone reagieren mit Feuerverbot

Auch im Kanton Luzern galt am Dienstag wegen der akuten Waldbrandgefahr ein absolutes Feuerverbot. Einzelne Brände hätten von den örtlichen Feuerwehren bereits gelöscht werden müssen, teilte die Luzerner Staatskanzlei mit. Das nun erlassene Feuerverbot gilt für das ganze Kantonsgebiet und auch für befestigte Feuerstellen im Wald und in waldnahen Gebieten. In Absprache mit den Nachbarkantonen erliess am Dienstag auch der Glarner Regierungsrat ein absolutes Feuerverbot. Das Verbot galt auch für fest eingerichtete Feuerstellen. Appenzell-Innerrhoden verfügte ein grundsätzliches Feuerungsverbot im Wald und in Waldesnähe, verzichtete aber vorerst auf ein allgemeines Feuerverbot.
Nidwalden verbietet sogar das Rauchen im Freien

Generelle Feuerverbote gelten derzeit in sieben Kantonen. Es sind dies neben Luzern und Glarus die Kantone Tessin, Graubünden, Jura, Schwyz und Uri. Der Kanton Nidwalden ist dabei noch einen Schritt weiter gegangen: In Gebieten mit erhöhter Gras- und Waldbrandgefahr ist dort sogar das Rauchen im Freien untersagt, wie die Justiz- und Sicherheitsdirektion mitteilte.

Mehrere weitere Kantone und auch die Bundesbehörden haben zu erhöhter Vorsicht aufgerufen, nachdem weite Teile der Schweiz seit drei oder mehr Wochen keinen Niederschlag mehr erhalten haben.

Waldbrand bei Tessin ausgebrochen (Fire-World)
Neue Züricher Zeitung

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