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Oö: Tageszeitung Österreich: 926 Feuerwehren sind zu viel!

Oberösterreich: Laut Meinung von Redakteurin Michaela Baumgartner (Tageszeitung Österreich) sind 926 Feuerwehren in Oberösterreich zu viel! Millionen können eingespart werden! Ein Artikel vom 23.1.2007!

160 Gemeinden arbeiten schon zusammen – Bei den Feuerwehren liegt aber viel brach!

926 Feuerwehren sind zu viel!

In drei Jahren sollen die Gemeindekooperationen verdoppelt werden. Bei den Feuerwehren ist das größte Einsparvolumen vorhanden!

160 der 444 oberösterreichischen Gemeinden arbeiten derzeit zusammen. Sie haben vorwiegend eine gemeinsame Verwaltung, gemeinsame Bauhöfe oder betreiben zusammen Freibäder. Erst eine einzige Kooperation gibt es bei den Feuerwehren: In Eberstalzell (Bezirk Wels-Land) fusionierten drei Wehren zu einer, ein gemeinsames Zeughaus ist in Helpfau-Uttendorf (Bezirk Braunau) geplant.
Gerade bei den Feuerwehren könnte jedoch enorm gespart werden. „Da wäre sehr viel Geld drin“, sagt Walter Andreaus. Er berät Kommunen bei der Zusammenarbeit. „Es gibt zum Teil sechs bis sieben Feuerwehren in einer Gemeinde. Da stellt sich die Frage, ob das sinnvoll ist.“
Statt 800 kleiner Wehren spricht sich Andreaus für 600 größere aus. Insgesamt gibt es in Oberösterreich 926 Feuerwehren. Jedes Feuerwehrauto kostet zwischen 150.000 und 200.000 Euro.


926 Feuerwehren sind zu viele – Beginnt der politische Sparangriff auf die Feuerwehren?

Förderzuckerl. Auf die Feuerwehren hat es Gemeindereferent Josef Stockinger (ÖVP) aber nicht in erster Linie abgesehen. Er will sämtliche Gemeindekooperationen in den nächsten drei Jahren verdoppeln. „Wer künftig eigenständig sein will, muss Kooperationen nutzen“, sagt Stockinger. Mit einem gemeinsamen Bauhof sparen vier Gemeinden auf zehn Jahre 1,4 Millionen Euro – so viel kostet ein Schulneubau. Um die Zusammenarbeit zu verstärken, winkt auch ein Förderbonus des Landes. „Die Gemeinden bekommen rund ein Fünftel mehr Geld als ohne Kooperation“, kündigte er an.

Kommentar der Redakteurin Michaela Baumgartner:

Ein klassischer Interessenskonflikt: Josef Stockinger (ÖVP) hat ehrgeizige Pläne. Er will die Gemeindekooperationen in den nächsten drei Jahren verdoppeln. Längst kann es sich das Land nicht mehr leisten, die Schulden der Gemeinden zu tilgen, während jede Kommune ihr eigenes Süppchen kocht und damit die Möglichkeit, Geld zu sparen, in den Wind schlägt. Gerade die Feuerwehren verschlingen Millionenbeträge – die Zusammenarbeit von mehreren Gemeinden auf diesem Feld würde enorm viel Ersparnis bringen. Weil Stockinger neben den Gemeinden auch für die Feuerwehren politisch zuständig ist, gerät er in einen Interessenskonflikt. Einerseits soll er die Gemeinden bei ihrem Sparwillen anfeuern, andererseits kann er bei der Feuerwehr nur schwerlich den Rotstift ansetzen.

Zum Folgeartikel des Tages darauf (hier auf Fire-World).

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