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D: Zugsunglück bei Hamburg – Giftige Chloressigsäure ausgetreten

Hamburg (Deutschland): Nach dem Unfall eines auch mit Gefahrgut beladenen Güterzugs nördlich von Hamburg sind seit den frühen Morgenstunden des 23.1.2007 die Bahnstrecken von der Hansestadt in Richtung Westerland, Kiel und Flensburg gesperrt.

19 von insgesamt 21 Wagen eines Güterzuges sind auf der Strecke zwischen Elmshorn und Pinneberg nördlich von Hamburg entgleist, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Aus einem der Wagen trat laut Polizei und Feuerwehr giftige Chloressigsäure aus. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht aber nach übereinstimmenden Angaben nicht, da die Unfallstelle in einem unbewohnten Gebiet liegt. Am Vormittag waren die entgleisten Waggons immer noch in einem Umkreis von 100 Metern abgesperrt. Die Feuerwehr wartete auf das Eintreffen eines Spezialkrans der Bahn, der erst aus dem Ruhrgebiet herbeigeschafft werden musste.

Der Unfall des Güterzugs ereignete sich aus noch unbekannten Gründen um 3 Uhr 19 auf der zweigleisigen Bahnstrecke von Elmshorn in Richtung Hamburg, wie der Sprecher der Bundespolizei, Torsten Jordan, der AP sagte. Mindestens drei der Waggons, die entgleisten, hatten nach seinen Angaben Gefahrgut geladen. Aus einem davon sei giftige Chloressigsäure ausgetreten und habe weisse Dämpfe über der Unfallstelle aufsteigen lassen. Die Deutsche Bahn setzte am Vormittag 28 Busse als Schienenersatzverkehr zwischen Elmshorn und Pinneberg ein, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Die Streckensperrung soll voraussichtlich bis zum Nachmittag andauern.

Neue Züricher Zeitung

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