Oö: Lackentzündung in Straßham – 30-Jähriger erlitt schwere Verbrennungen
Alkoven (Oö): Zur gleichen Familie wie am 22. September 2006 wurden die Einsatzkräfte der FF Alkoven und Polsing am 25. September 2006 um 20.21 Uhr neuerlich über Alarmsirene und Personenrufempfänger alarmiert.

War es beim ersten Mal der landwirtschaftliche Trakt, war dieses Mal ein Nebengebäude betroffen. „Wohnhausbrand in Straßham bei Fam. xxxxx“ lauteten die Einsatzstichworte für die beiden Wehren. Mehrere Männer waren mit Lackierarbeiten an einem Holzboden beschäftigt. Dabei war für Beleuchtungszwecke auch eine Halogenlampe aufgestellt. Das heiße Gerät dürfte dann plötzlich zur Entzündung der Lösungsmitteldämpfe geführt und auch einen 30-Jährigen, der gerade einen mit Lack getränkten Lappen arbeitete, erfasst haben. Eine Stichflamme verletzte ihn an Händen und Füßen schwer bzw. setzte auch den Boden in Brand. Der Brand beschränkte sich zwar auf einen kleinen Bereich, reichte aber zum völligen Verqualmen der Wohnung aus.
Ein Atemschutztrupp der angerückten Feuerwehrleute drang in die Wohnung vor und führte entsprechende Belüftungsarbeiten durch während Sanitäter und Notarzt den Verletzten versorgten. Anschließend unterstützte die Feuerwehr den Transport des Mannes aus der Wohnung bis zum Krankenwagen.
Einsatzende: 21.30 Uhr.
ORF-Bericht:
In Straßham ist ein 29-jähriger Mann beim Versiegeln eines Holzbodens schwer verletzt worden. Ein Halogen-Scheinwerfer, der am Boden stand, entzündete das Lösungsmittel des Lackes, der Mann wurde von einer Stichflamme erfasst. Der Mann hatte gemeinsam mit anderen Arbeitern auf einer Wohnungsbaustelle den Holzboden bearbeitet. Eine 500-Watt Halogenlampe sollte nach Sonnenuntergang für das nötige Licht sorgen. Die Lampe stand allerdings auf dem Holzboden, den die Männer gerade mit Schutzlack imprägnierten. Offenbar hatte keiner von ihnen daran gedacht, dass sich die Lösungsmittel des Lackes an der heißen Lichtquelle entzünden könnten. Eine Stichflamme schoss dem 29-jährigen Arbeiter entgegen. Der Mann, der einen lackgetränkten Lappen in der Hand hielt, erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht, an beiden Händen und Beinen. Auch der Holzboden geriet in Brand. Die Feuerwehr musste unter schwerem Atemschutz in das Haus vordringen und den dichten Rauch mit einem Hochdrucklüfter vertreiben. Der schwer verletzte Arbeiter wurde vom Gemeindearzt und vom Notarzt versorgt. Seine Brandwunden waren so schwer, dass er zu Spezialisten ins Linzer Unfallkrankenhaus gebracht werden musste.
