Sbg: Erdrutsch und Felssturz in Mittersill
Mittersill (Sbg): Um 4:30 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Mittersill am 29. Mai 2006 zu einem Erdrutsch im Bereich Wachtlehenweg alarmiert. Nach Lageerkundung durch Ortsfeuerwehrkommandant Georg Scharler wurde das Areal weiträumig abgesperrt und das im Gefahrenbereich liegende Wohnhaus evakuiert.
Die Sicherung des Hauses gestaltet sich sehr schwierig, da es keine direkte Zufahrt zur Gefahrenstelle gibt. Die Entfernung zwischen Hang und Haus beträgt lediglich einen Meter. Man kann das abgebrochene Material daher nur mit einem Minibagger abtragen. Wie lange das Haus nicht bewohnt werden kann, könne daher noch nicht abgeschätzt werden. Für die beiden Familien mit insgesamt sieben Mitgliedern wurden Ersatzquartiere gefunden.

„Eine Familie ist bei Freunden untergekommen, für die andere hat die Gemeinde eine Wohnung zur Verfügung gestellt“, sagt Mittersills Bürgermeister Dr. Wolfgang Viertler.
Derzeit ist die Feuerwehr damit beschäftigt, den noch nicht betroffenen Teil des Gebäudes zu schützen. Der Druck des Gesteinsmassen wird auf ca. 250 Tonnen geschätzt.

INFOBERICHT DER SICHERHEITSDIREKTION SALZBURG:
Zu einer größeren Felsrutschung kam es in der Nacht zum 29.05.2006 in 5730 Mittersill. Ein an den Fels gebautes Mehrparteienhaus ist dadurch massiv bedroht. Gegen 04:00 Uhr morgens wurden die Bewohner des Hauses Wachtlehenweg 18 durch lautes Krachen aus dem Schlaf gerissen, die daraufhin sofort die Einsatzkräfte verständigten. Tonnenschwere Gesteinsbrocken hatten sich gelöst und drücken nun gegen das Haus. Da noch eine größere Felsrutschung bevorsteht bzw. zu befürchten ist, wurden die Wohnparteien aus dem Haus evakuiert bzw. aufgefordert dieses zu verlassen. Die BH Zell am See, Kat. Ref. Reiter, wurde über die BLS Zell am See in Kenntnis gesetzt. Es befinden sich 30 Mann der FFW Mittersill und 2 Beamte der PI Mittersill im Einsatz.
