Oö: Großbrand am Bauernhof in der Gemeinde Wilhering
Wilhering (Oö): Zum Brand eines Bauernhofes wurden die drei Feuerwehren der Gemeinde Wilhering (FF Edramsberg, FF Schönering, FF Wilhering) am Montag, dem 27. Februar 2006 um 13.32 Uhr alarmiert.
Ein Anrufer meldete in der Landeswarnzentrale über Notruf, dass es aus einem angrenzenden Bauernhof bereits aus dem Dach brenne, worauf von zuständigen Disponenten unverzüglich Alarmstufe I für Wilhering ausgelöst wurden.
Den eintreffenden Feuerwehrleuten bot folgende Situation: Ein an ein altes, unbewohntes landwirtschaftliches Objekt angebauter, aus Holz bestehender Wirtschaftstrakt stand in Vollbrand. Das Feuer hatte bereits auf das Wohngebäude übergegriffen. Zudem galt es ein nur durch eine schmale Straße getrenntes Nachbarobjekt vor der Hitzestrahlung zu schützen. Seitens der Einsatzleitung wurde nach dem Erkunden der Lage die Alarmierung der Alarmstufe II (FF Alkoven, FF Leonding, FF Pasching, FF Rufling) veranlasst, welche um 13.45 Uhr über Alarmsirene und Personenrufempfänger alarmiert worden sind.

Über den Schlauchcontainer des LFB-A Wilhering wurde unverzüglich damit begonnen, eine Wasserversorgung über einen einige Hundert Meter entfernt positionierten Hydranten herzustellen, während die anderen Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten von drei Seiten her begonnen haben. Ein Innenangriff in das alte Gebäude wurde als nicht mehr verantwortbar eingestuft, so dass von diesem Abstand genommen worden ist. Nach dem Angriff über mehrere Strahlrohre von außen wurden die Teleskopmastbühne der FF Alkoven sowie die Drehleiter der FF Leonding in Stellung gebracht, um eine effizientere und zielgenauere Brandbekämpfung der ermöglichen. Die Gefahr der Ausbreitung war inzwischen jedoch eingedämmt.
Aufgrund der noch vorhandenen Wasserknappheit mussten die Rohre der Hubrettungsgeräte bis zur Fertigstellung einer zweiten Versorgungsleitung noch im eingeschränkten Betrieb vorgenommen werden. Dabei kam es dann jedoch zu einem gefährlichen Zwischenfall: Aufgrund einer unterirdisch verlaufenden Quelle bzw. eines in rund ein Meter unter Erde befindlichen Baches gab die rechte, hintere Stütze der Alkovener Teleskopmastbühne plötzlich nach und das Feuerwehrfahrzeug stürzte seitlich um. Es wurde durch ein kleines Häuschen (Fahrzeug) sowie durch die Mauer des Brandobjektes (Korb) jedoch vor dem vollständigen Umstürzen gehalten. Die zwei im Korb befindlichen Atemschutzgeräteträger sowie der Maschinist am Hauptbedienstand blieben dabei glücklicherweise unverletzt.

In Zusammenarbeit mit den anwesenden Einsatzkräften sowie der Berufsfeuerwehr Linz erfolgte die mühsame Bergung des Hubrettungsgerätes, während am Brandobjekt selbst noch weitere Löscharbeiten durchgeführt wurden.
Bis in die Abendstunden hin konnte sowohl der Teleskopmast geborgen als auch der Brand vollständig gelöscht werden. Seitens der örtlichen Wehren verblieb über die Nacht noch eine Brandwache vor Ort, um bei einem Wiederaufflammen von Glutnestern unverzüglich einschreiten zu können.
