Tirol: Fognail-Einsatz bei gefährlichem Schwelbrand in Achenkirch

Achenkirch (Tirol): Am Abend des 6. Februar 2009 wurden die Kräfte der FF Achenkirch und FF Achental zu einem Einsatz in einem alten Bauernhaus mitten in Achenkirch gerufen.
In dem Gebäude das zur Gänze aus Holz erbaut ist, kam es zu einem gefährlichem Schwelbrand, der von einem Kachelofen ausgegangen war. Das Feuer hatte sich schon über Stunden in die Holzriegelwand hinter dem Ofen gefressen. Als die Bewohner – das Haus ist derzeit an eine Jugendgruppe vermietet – dann gegen 22:00 Uhr eine starke Rauchentwicklung feststellten, wurde die Feuerwehr alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte der betroffene Raum bereits nur mit schwerem Atemschutz betreten werden. Der Brandherd konnte mit Hilfe der neuen Wärmebildkamera der Feuerwehr Achenkirch rasch lokalisiert werden. Auf Grund der speziellen Lage des Brandes in der Holzriegelwand kam ein spezielles Löschverfahren mit so genannten Fognails zum Einsatz. Damit kann das Löschwasser mittels ca. 2 cm starken Lanzen direkt in das Zentrum des Brandes gebracht werden. Der Wasserschaden reduziert sich dadurch praktisch auf Null.

Trotz des beachtlichen Schadens am Ofen und dem historischen Gebäude ist das Ereignis sehr glimpflich verlaufen. Nicht auszudenken sind die Folgen, wenn der Brand erst mitten in der Nacht ausgebrochen wäre. Eine wesentlich spätere Entdeckung des Feuers hätte die Bewohner in ernste Lebensgefahr gebracht, das Gebäude wäre womöglich nicht mehr zu retten gewesen.

Im Einsatz standen 33 Mann der FF Achenkirch und FF Achental, 2 Mann der Rettung Ortstelle Maurach sowie eine Streife der Polizei.
