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Oö: Lagerhalleneinsturz in Stadl Paura und Schneedruckeinsätze in Oö

Stadl Paura (Oö): Drei Personen wurden beim Einsturz einer Lagerhalle in Stadl-Paura verletzt. Die Schneemassen der letzten Tage sorgen weiterhin für Probleme im ganzen Bundesland.

Das Dach des 50 Meter langen Gebäudes am Ortsrand von Stadl-Paura war schon am Dienstagnachmittag, 3. Jänner 2006, teilweise eingebrochen. Gegen 19.00 Uhr wollte der Besitzer der Lagerhalle dann noch Autos in Sicherheit bringen, die er zum Restaurieren in dem Gebäude abgestellt hatte. Plötzlich konnte auch der Rest der Halle den Schneemassen nicht mehr standhalten und brach ein. Der Besitzer wurde von herabstürzenden Teilen getroffen und erlitt eine Platzwunde am Kopf, zwei weitere Personen wurden leicht verletzt.

In Senftenbach (Bezirk Ried) brach ebenfalls das Dach einer Lagerhalle ein. Ein Lkw wurde dadurch völlig zerstört. Die Feuerwehr sicherte weitere Hallen auf dem Firmenareal. Verletzt wurde niemand.

In Wolfern (Bezirk Steyr-Land) drohte eine 40 Meter hohe Fichte unter der Schneelast auf ein Einfamilienhaus zu stürzen. Die Hausbewohner, drei Erwachsene und zwei Kinder, wurden wegen der bestehenden akuten Gefahr sofort evakuiert. Die Feuerwehr sicherte den Baum anschließend mit einem Stahlseil und fällt die Fichte.

Die Schneemassen ließen die Einsatzkräfte am Dienstag und in der Nacht auf Mittwoch, 4. Jänner 2006, nicht zur Ruhe kommen. In Puchenau schaufelte die Feuerwehr mehrere Stunden lang Schneemassen vom Flachdach eines Einkaufsmarktes, inzwischen stürzten mehrere Bäume auf ein Wohnhaus und beschädigten das Dach schwer.

Auch ein Zielgelwerk in Roitham und eine Turnhalle im Bezirk Steyr-Land mussten die Feuerwehr von den Schneemassen befreien. In Neußerling schlugen abgebrochene Äste auf Stromleitungen auf und beschädigten einen Trafo.

Obwohl die Schneefälle jetzt etwas nachlassen, warnen die Feuerwehren vor einer anhaltenden Gefahr: Mächtige Dachlawinen drohen in den nächsten Tagen abzugehen.

Probleme gibt es in einigen Fällen noch bei der Energieversorgung. Derzeit sind rund 2.000 Haushalte ohne Strom, so Walter Czetsch von der Energie AG. Die Leitungsmonteure sind bereits wieder im Einsatz. Weil aber keine großen Neuschneemengen in den letzten Stunden dazugekommen sind, dürfte sich auch hier die Lage in Kürze normalisieren.

Der hohe Schneedruck der letzten Tage hat in Oberösterreich auch beträchtliche Schäden in den Wäldern angerichtet. Die Landesforstdirektion schätzt, dass landesweit rund 400.000 Bäume betroffen sind.

ORF Oberösterreich

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